Stefan Manth und die Trottel-PR von MOLOGEN

Kurz vor der HV verschickt MOLOGEN-Chef Stefan Manth eine Börsenmitteilung, die mit einer plumpen Täuschung Stimmung für die Börse macht.

Es wurde ja bereits gemutmaßt, dass Claudia Nickolaus, die emsige PR-Chefin von MOLOGEN das sinkende Schiff verlassen hat, nachdem durchsickerte, dass die Schließung ihrer Abteilung droht. Ein weiteres Indiz spricht nun dafür, dass Nickolaus nicht mehr für MOLOGEN tätig ist. Die erfahrene PR-Dame bewies in den vergangenen Jahren ein erstaunliches Talent bei der kunstvollen Verdrehung von Daten und Fakten. Aus einem verheerenden Studien-Flop, bei dem Test-Patienten schneller verstarben als die Probanden in der Kontrollgruppe, machte Nickolaus „ermutigende Signale“ und erdichtete einen Forschungserfolg. Einige Börsenmedien fielen auf den Trick rein. Einzelheiten stehen → hier.

So viel freches Lügen erfordert einige Hirnarbeit, zu der nur wenige PR-Profis befähigt sind. Hoffentlich findet Frau Nickolaus bald einen neuen Job, in dem sie ihre Talente für würdigere Zwecke ausspielen darf.

Jetzt lässt eine Unternehmensmitteilung von MOLOGEN aufhorchen, die ganz anders und in ihrer primitiven Tumbheit schwer zu unterbieten ist: „Notice of Allowance“ für US-Patentanmeldung betreffend die Kombinationstherapie von Lefitolimod und EnanDIM(R) mit Checkpoint-Inhibitoren. Zur ganzen Meldung geht’s → hier.

Unten im Text zitiert MOLOGEN-Chef Manth sich selbst:

Diese Nachricht erfüllt uns mit Stolz und Freude. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens auf die klinische Entwicklung kombinierter Immuntherapien stellt dieses Schutzrecht eine enorm wichtige Absicherung dar.

Stolz auf was…? Manth klingt hier, als hätte eine staatliche US-Instanz die Forschung von MOLOGEN gewürdigt. Dem ist mitnichten so.

Gugelt man ein bisschen nach, was so eine „Notice of Allowance“ eigentlich ist, lernt man schnell, dass es sich um den ersten Schritt auf dem Weg zum Schutz einer IDEE handelt. Mehr nicht. Wichtigste Voraussetzung für die Erteilung einer „Notice of Allowance“ ist die Bezahlung einer Gebühr. Das alles steht detailliert → hier.

Eine „Notice of Allowance“ ist kein Patentschutz für eine wissenschaftliche Leistung, geschweige denn der Hinweis, dass eine Therapie wirken könnte. Wer sich für so eine „Notice of Allowance“ abfeiert, wirkt wie ein Gymnasiast, der ein Busticket zur Schule vorlegt, um zu beweisen, dass er abituriert hat.

Wäre Manth kein Börsenhallodri und MOLOGEN ein seriöses Unternehmen, würde die Börsenmitteilung so lauten: US-Urheberrechte für Kombinationstherapie von Lefitolimod und EnanDIM(R) mit Checkpoint-Inhibitoren auf den Weg gebracht. Oder so. Das wäre dann allerdings keine Börsenmitteilung mehr, sondern ein schlechter Witz.

Man muss sich fragen, auf was genau Manth so stolz ist. Dass er eine Gebühr überwiesen hat? Oder ob diese Börsennachricht ein weiterer Versuch ist, den Kapitalmarkt kurz vor der bevorstehenden Hauptversammlung krass zu täuschen.

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