MOLOGEN verschickt widersprüchliche Börsenmitteilungen. Ist Neu-Chef Stefan Manth überfordert?

Alle Hoffnungen bei MOLOGEN ruhen auf der Erprobung des Wirkstoffs EnanDIM(R). Es eilt! Doch offenbar weiß man noch gar nicht, wann mit der Testerei begonnen werden soll. 

Aufmerksame Aktionäre schauen den Börsenhallodris in Vorstand und Aufsichtsrat von MOLOGEN genau auf die Finger. Gut so! Einer macht via Twitter auf Widersprüche in der Börsenkommunikation des Unternehmens aufmerksam.

Immerhin geht es um die Zukunft der Firma, die Manth in der Entwicklung des Impfstoffs EnanDIM(R) sieht. Mehr über den Wirkstoff, der MOLOGEN aus der Agonie reißen soll, steht → hier.

Nun scheint es Verwirrung zu geben, wann die klinischen Erprobung von EnanDIM(R) überhaupt beginnt, obwohl es höchste Eisenbahn ist. Wie die Gutachter von  Ernst & Young schreiben, ist MOLOGEN beim Thema Kombinationstherapie ins Hintertreffen geraten. Zitat:

MOLOGEN lags behind vis-à-vis its competitors in the immunoncology combination area.

Auf Twitter schreibt MOLOGEN-Aktionär @RainmakerLegacy heute:

Rainmaker hat recht. Die Börsenmitteilungen widersprechen sich. Hier ist der Beweis:

  • Adhoc vom 14.8.2019: Ein erster TLR9-Agonist aus der EnanDIM(R)-Nachfolgetechnologie befindet sich kurz vor Abschluss des präklinischen Programms. Die Vorbereitungen zur Produktion der Prüfmedikation schreiten planmäßig voran und die Initiierung der ersten klinischen Studie ist für Ende 2019 geplant. Hier geht’s zur → Meldung.
  • Adhoc vom 23.8.2019: Die Gesellschaft wird ihre künftigen Anstrengungen auf die Entwicklung eines Nachfolgeproduktkandidaten aus der EnanDIM(R)-Familie im Bereich Onkologie konzentrieren und plant, diesen in 2020 in die klinische Entwicklung zu bringen. Hier geht’s zur → Meldung.

Ist dem Arzt und neuen MOLOGEN-CEO Stefan Manth die Kontrolle über seine Firma entglitten, bevor er überhaupt richtig angefangen hat? Ist die IR-Abteilung plötzlich verwaist, nachdem durchsickerte, dass das komplette Team entlassen werden soll?

Stefan Manth ist Arzt und diente lange Zeit als Pharmamanager. Unter anderem bei Hoffmann-La Roche. Bei MOLOGEN saß er er jahrelang im wissenschaftlichen Beirat, bis Oliver Krautscheids → Aktionärsbetrug ihn zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats machte, wo Manth zwischen 2014 bis vor kurzem alles abnickte, was Großaktionär Thorsten Wagner nutzt. Als der melancholische Spanier Ignacio Faus MOLOGEN nach wenigen Monaten im Amt verließ, rückte Manth auf seinen Posten nach.

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*



Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder sonst weitergegeben. Mehr hierzu in den Datenschutzhinweisen.