Gutachter von Ernst & Young an MOLOGEN: „Stoppt die eitrigen Streitereien!“

Das Schlimmste bei MOLOGEN sind nicht die Forschungsflops, sondern der Krieg der Aktionäre, sagen die Gutachter von Ernst & Young. 

Den Herren → Bernd Richter und → Cornelius Knecht von Ernst & Young müssen die Haare zu Berge gestanden haben, als sie das Gutachten für MOLOGEN erstellten. So eine Konstellation erlebt man selten. Der Aktionärskreis in erbitterter Feindschaft ineinander verbissen, Produkte, die nicht funktionieren, ferngesteuerte und überforderte Manager, Aktionäre, die wider jede Vernunft immer wieder Geld nachschießen. Und dann noch Oliver Krautscheid als master of disaster.

Richter und Knecht, denen bei der Arbeit ganz sicherlich klar war, dass man nicht auf den Teller spuckt, von dem man isst, beziehen in ihrem Gutachten trotzdem eine erstaunlich feste Position und senden eine klare Botschaft an Oliver Krautscheid, die über allen anderen Empfehlungen steht: Mach endlich Frieden!

Man muss davon ausgehen, dass Richter und Knecht den isolierten MOLOGEN-Lenker nie trafen, geschweige denn sich mit seinem Psychogramm beschäftigten. Es war wohl auch nicht ihre Aufgabe. Was hätte so ein Treffen auch Sinn gemacht mit einem, der augenscheinlich glaubt, jedem überlegen zu sein und alles besser zu wissen, obwohl er überall nur Streit und Niedergang hinterlässt?

Aber auch ohne Krautscheid zu begegnen, erkannten die EY-Männer den brennenden Entzündungsherd bei MOLOGEN.

Ursache Nummer eins der Krise bei MOLOGEN sei nicht, dass man seit 20 Jahren an Medikamenten herumwurschtelt, die nicht wirken, meinen Richter und Knecht abgekocht und merken sogar bewundernd an, dass trotz totalem Forschungs-Versagen MOLOGEN immer wieder gelungen ist, neues Geld einzusammeln.

Nein, die wahren Gründe des Elends bei MOLOGEN lauten: Chaos an der Unternehmensspitze, Versprechungen, die nicht eingehalten werden und „eitrige Aktionärsstreitereien“.

Wortwörtlich konstatieren Richter und Knecht:

  • Instability at the top of the organization.
  • Expectations set by management repeatedly not met.
  • Festering shareholder dispute.

Ihre Handlungsempfehlung ist deutlich und lässt keinen Raum für Interpretationen:

Appeasment efforts with major shareholders.

Das ist sicherlich nett gemeint und basiert auf einer professionell durchgezogenen Analyse. Leider hat die Empfehlung nicht die geringste Chance, jemals umgesetzt zu werden. Wegen einer parasitären Unternehmenskultur, die MOLOGEN-Gründer Burghardt Wittig selbst etablierte und seit 20 Jahren Abnicker und Abkassierer ernährt. Krautscheid und sein Karussell tumber, verlogener und raffgieriger Manager-Marionetten sind nicht Ursache sondern Symptom einer großen Lüge, die ich Krebsmärchen nenne. Richter und Knecht haben das Problem erkannt. Die historische Aufarbeitung war nicht ihr Job.

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