Bald gibt es bei MOLOGEN neue Studienergebnisse. Welche Lügen tischt Stefan Manth diesmal auf?

Schon öfter log MOLOGEN bei der Deutung medizinischer Studien. Welche Tricks wendet CEO Stefan Manth diesmal an, um den Kapitalmarkt zu täuschen?

In seiner jüngsten MOLOGEN-Unternehmensmeldung verkündet Neu-CEO (und Alt-Aufsichtsrat) Stefan Manth die Verschiebung der MOLOGEN-Hauptversammlung, die am 22. August stattfinden sollte, um eine Woche. Angeblich, weil er auf Ergebnisse aus der IMPALA-Studie warten will. Und weil er diese Ergebnisse mit den Aktionären diskutieren will. Was für eine kuriose Begründung!

Mit Aktionären diskutieren, die er zuvor belog und betrog?

Oder hat Manth schlechte Nachrichten zu verkünden, die Diskussionsbedarf fördern? Sollen wieder mal dubiose Subgruppen-Ergebnisse ein Studiendesaster verschleiern, so wie immer?

Manth ist MOLOGEN-Kenner der ersten Stunde, saß im wissenschaftlichen Beirat und wirkt seit 2014 als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, der alles abnickt, was MOLOGEN-Großaktionär Thorsten Wagner nutzt. Zum Beispiel eine betrügerische Wandelanleihe, die alle Aktionäre, welche nicht Thorsten Wagner heißen, benachteiligen sollte. Den genauen Vorgang beschreibe ich → hier.

Manth war dabei, als Oliver Krautscheid sich gesetzeswidrig in den MOLOGEN-Aufsichtsrat bombte. Er profitierte davon, indem er Krautscheids Stellvertreter wurde. Der BGH fällte ein → vernichtendes Urteil über den Vorgang.

Der ausgebildete Arzt Manth sah zu, als medizinische Studienergebnisse umgedeutet und in Jubelmeldungen verwandelt wurden.

Manth war dabei, als die Ergebnisse der Lungenkrebs-Studie IMPULSE vorgelegt wurden. Ergebnis: Patienten, die den MOLOGEN-Wirkstoff Lefitolimod einnahmen, starben schneller als die Kranken in der Vergleichsgruppe, die ein Placebo verabreicht bekamen.

Was machte MOLOGEN daraus? Diese verlogene Schlagzeile: „Finale Auswertung der IMPULSE Studie bestätigt Topline-Daten mit positiven Subgruppenergebnissen.“

Zur ganzen Meldung geht’s → hier.

Und hier beschreibe ich haarklein das → wahre Ergebnis der IMPULSE-Studie.

Die veröffentlichten IMPULSE-Daten belegen, dass ein großer Teil der Lefitolimod-Probanden kürzer überlebte als die Menschen in der Kontrollgruppe, die kein Lefitolimod bekamen.

Für alle sichtbar starben die Lefitolimod-Patienten teilweise rund ein halbes Jahr früher als jene, denen kein Wirkstoff aus dem Hause MOLOGEN verabreicht wurde. „Kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Studienarmen“, erläutert ein Text der Präsentation.

Während die MOLOGEN-Probanden dahinstarben, kassierte MOLOGEN-Vorständin Mariola Söhngen eine spektakuläre → Erfolgsprämie. Für welche Leistung genau wurde nie veröffentlicht. Und im Aufsichtsrat kreierten die Mitglieder Oliver Krautscheid, Stefan Manth und Susanne Klimek einen Sitzungsmarathon nach dem anderen und sackten dafür hohe Gebühren ein.

Ich bin schon jetzt neugierig, welche Tricks Stephan Manth und sein Forschungsvorstand Matthias Baumann diesmal ersinnen, um die IMPALA-Daten so umzudichten, dass man eine hübsche Adhoc-Meldung für die Börsenmedien daraus stricken kann.

MOLOGEN, das ist mehr Geldautomat als Krebsforschungsfirma. Betrügerische Vorstände und Aufsichtsräte, ihre Berater, → Rechtsanwälte und die Krankenhauswirtschaft kassieren ab.

In der über 20 Jahre alten Geschichte der Firma hat es noch kein einziger Wirkstoff zur Zulassungsreife gebracht. Der Börsengang von MOLOGEN machte Gründer Burghardt Wittig zum Millionär. Es war das erste und letzte Mal, dass MOLOGEN Stoff für eine echte Erfolgsstory lieferte.

Die erfolglose MOLOGEN-Forschung ist dennoch eine Goldgrube für alle Beteiligten. Weit über 100 europäische Krankenhäuser und Therapiezentren nahmen an der Studie IMPALA teil und probierten Lefitolimod an ihren Darmkrebspatienten aus. Sie dürften dabei prächtig verdient haben.

Üblicherweise rekrutieren Kliniken Patienten für solche Tests. 12.000 Euro pro Kopf bringt das einem Krankenhaus im Durchschnitt, verriet mit ein Klinik-Berater.

Die offizielle Liste jener Kliniken, in denen der IMPALA-Menschenversuch durchgeführt wurde, steht → hier. Weiter unten liste ich nur die deutschen Adressen auf:

  • Klinikum Augsburg
  • Zentralklinik Bad Berka
  • Internistische Schwerpunktpraxis, Bad Reichenhall
  • Klinikum Mittelbaden Baden-Baden Balg
  • Klinikum Mittelbaden Medizinische Klinik II
  • Klinikum Bayreuth
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin – Campus Benjamin Franklin
  • Medizinisches Versorgungszentrum Ärzteforum Seestrasse, Berlin
  • Ärzteforum Hennigsdorf, Berlin
  • St. Josef-Hospital im Katholischen Klinikum Bochum
  • Onkologie / Hämatologie, Bottrop
  • Überörtliche Gemeinschaftspraxis, Bottrop
  • DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus, Bremen
  • Gefos Dortmund MBM
  • Onkozentrum Dresden/Freiberg
  • Unversitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
  • Kliniken Essen-Mitte
  • Frankfurter Diakonie Kliniken
  • Universitätsklinikum Frankfurt
  • Klinik für Tumorbiologie, Freiburg
  • Universitätsklinikum Freiburg
  • Medizinisches Versorgungszentrum Osthessen, Fulda
  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Gießen
  • MVZ Onkologische Kooperation Harz, Goslar
  • Onkologische Schwerpunktpraxis, Gütersloh
  • Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Facharztzentrum Eppendorf, Hamburg
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Universitätsklinikum Köln
  • Onkologische Schwerpunktpraxis Leer-Emden
  • Klinikum Leverkusen
  • Klinikum Ludwigsburg
  • Onkologie Dreiländerdreieck, Lörrach
  • Universitaetsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universitaet, Mainz
  • Klinikum Mannheim
  • University Hospital Marburg
  • Kliniken Maria Hilf, Mönchengladbach
  • Klinikum Bogenhausen, München
  • Klinikum Neuperlach, München
  • Klinikum rechts der Isar, München
  • Klinikum Nürnberg
  • Pius-Hospital Oldenburg
  • Klinikum Oldenburg
  • Sana Kliniken Ostholstein, Oldenburg
  • Paracelsus-Krankenhaus Ruit, Ostfildern
  • St. Vincenz-Krankenhaus, Paderborn
  • Oncologianova, Recklinghausen
  • Elblandkliniken, Riesa
  • Vivantes Klinikum, Spandau
  • Klinikum Stuttgart – Katharinenhospital
  • Kliniken Südostbayern, Traunstein
  • Universitätsklinikum Tübingen
  • Universitätsklinikum Ulm
  • Horst Schmidt Klinik, Wiesbaden
  • Marienhospital, Witten
  • Helios Klinikum Wuppertal Medizinische Klinik I

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