Entlarvt das desaströse BGH-Urteil gegen Mologen auch den schöngeistigen Rechtsanwalt Christoph Seibt von Freshfields als Betrüger?

Dieser Artikel erschien im Februar 2019. Christoph Seibt von der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer half Mologen dabei, die eigenen Aktionäre zu betrügen, als die Gesellschaft ihrem Großaktionär Thorsten Wagner eine vorteilhafte Wandelanleihe zuschanzte. Möglicherweise war dieses Glanzstück nicht die einzige Gaunerei im Auftrag der dubiosen Krebsforschungsfirma.

Ich kann mich noch gut an die Mologen-HV im heißen Sommer 2014 erinnern. Im dicken Wollanzug mit Weste saß Freshfields-Anwalt Christoph Seibt mittig am Podium, obwohl er gar keine Organfunktion ausübte. Offenbar dachte man, dass Versammlungsleiter Stefan Ten Doornkaat (ebenfalls Rechtsanwalt) Unterstützung brauchen könnte.

Denn Doornkaat hatte nicht nur mit dem Satzbau seine Schwierigkeiten. Auch die Frage, welches Wahlverfahren für die Berufung in den Aufsichtsrat zur Anwendung kommen sollte, überforderte den Juristen und vorgeblichen Aktionärsschützer, der gelegentlich als Sprecher der SDK (Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger) auftritt.

Geschichtsbewusste Aktionäre wissen, dass in der SDK durchaus → kriminelle Geister wirken. Das sei nur am Rande festgestellt.

Wer damals auf der Molo-HV meinte, der gesalbte Jura-Professor Christoph Seibt könne dem fahrigen und komplett überforderten Ten Doornkaat beistehen, erlebte wie der sprichwörtliche Blinde einem Lahmen über die Straße zu helfen versuchte.

Das Manöver misslang gründlich, denn über 100% der möglichen Stimmen landeten in den Urnen und die Wahl musste für ungültig erklärt werden.

Unter dem Gejohle der Aktionäre wurde ein zweiter Wahlgang einberaumt, der (wie wir jetzt wissen) Gegenstand eines Wahlbetrugs war und Börsenhallodri Oliver Krautscheid in den Mologen-Aufsichtsrat beförderte.

Ja, Betrug. Das entsprechende Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe steht → hier.

Welche Rolle spielte Christoph Seibt dabei? Das lässt sich mit Sicherheit nicht sagen. Doch alleine die enge physische Nähe des ehrpusseligen Rechtsanwalts zu Wahlbetrüger Ten Doornkaat spricht meiner Meinung nach Bände.

Bei einer anderen Betrügerei unter dem Dach von Mologen lässt sich hingegen unkompliziert nachweisen, wie Seibt die Regie führte.

Christoph Seibt ist nämlich Spiritus Rector einer Wandelanleihe zu extrafreundlichen Konditionen für Mologen-Großktionär Thorsten Wagner, mit der alle anderen Aktionäre böse abgezockt werden sollten.

Hier sind alle Hintergründe des Mologen-Aktionärsbetrugs aus dem Hause Freshfields → Der fiese Zock des Spekulanten und Ex-Sexseiten-Betreibers Thorsten Wagner gegen die Aktionäre der Mologen AG

Der freche Betrugsversuch ließ dann wohl das Fass überlaufen. Mologen-Aktionär Wilhelm Zours von der Beteiligungsgesellschaft Balaton AG setzte eine außerordentliche Hauptversammlung am 26. Februar durch, um Oliver Krautscheid aus dem Aufsichtsrat zu werfen. Ich bin mir nicht sicher, ob ihm das gelingt und freu mich jetzt schon auf das Schauspiel.

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum ich hier so locker über Betrug schreibe. Und das auch noch im Zusammenhang mit einem Juristen, der im Manager Magazin Kolumnen schreibt, auf der Bucerius Law School den Nachwuchs trainiert, sich als schöngeistiger Kunstsammler präsentiert und mit den Spitzen der Gesellschaft verkehrt. Nein, liebe Leser, das geschieht keineswegs unbedacht, sondern in Kenntnis der einschlägigen Gesetzgebung. Ich halte Prof. Christoph Seibt für eine wesentliche Figur beim Aktionärsbetrug der Mologen AG.

Wer gelegentlich in der Wirtschaftspresse schmökert, kennt die Kanzlei Freshfields als Gegenstand polizeilicher Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit mutmaßlichen Cum-Ex-Milliardenbetrügereien zulasten der Steuerzahler. Auch Mologen-Aktionär Thorsten Wagner könnte involviert sein, denn der Name seiner GDT AG findet sich auf einer → Liste der Wuppertaler Steuerfahndung. Möglicherweise kümmert sich Seibt auch hier um die Interessen Wagners. Er steckt ja tief im Thema. Ich gehe davon aus, dass sich die beiden bereits kennen.

Ich bin der Ansicht, man kann Freshfields Bruckhaus Deringer wohl ganz allgemein als Gauner-Kanzlei bezeichnen und Seibt im Speziellen als Betrüger-Anwalt. Wenn es bei Mologen nach Beschiss stinkt, ist Seibt mit seiner Harry-Potter-Brille nicht weit. Übrigens: In Sachen Mologen AG steht Seibt  seit Jahren ein Frankfurter Kollege zur Seite: Simon Schwarz, Experte für den trickreichen Umgang mit Anleihen.

5 Kommentar(e)

  1. Christoph S. schrieb:

    Jeder Leser erkennt, dass hier unbescholtene Bürger und Institutionen mit erstklassigem Ruf als Gauner und Betrüger denunziert werden. Eine rechtliche Würdigung sollte Erwägung finden.

    09.02.19 um 10:20 | Permalink
  2. The Undertaker schrieb:

    Lieber Kommentator Christoph,
    Was soll den dieses Herumgeschwurble?
    „sollte Erwägung finden“
    Das liest sich, wie ganz kleine Eier oder
    Mimimimimi!
    Such Dir einen gescheiten Anwalt und zieh das Ding durch.
    Hoffe Du kannst Dir die Freshfields leisten.
    Der Johst bettelt um Prügel und Du ziehst eine rechtliche Würdigung in Erwägung.
    Hui

    09.02.19 um 11:55 | Permalink
  3. Christoph S. schrieb:

    Ich verbitte mir solche Ausfälligkeiten. Sie Flegel!

    09.02.19 um 12:55 | Permalink
  4. Kaputtgelacht100 schrieb:

    Flegel habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
    Sie Flegel
    Da habe ich herzlich gelacht.
    Sagt man das noch irgendwo?
    In einem distinguierten Intellektuellenclub an der Binnenalster?
    Warum schreiben Sie nicht, dass Sie gegen den Autor des Betrugsvorwurfes vorgehen werden?
    Alles lustige Vögel hier.

    09.02.19 um 14:28 | Permalink
  5. Gert schrieb:

    Die meisten Anwälte sind doch Betrüger. Weiß doch jeder. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen
    http://justizalltag-justizskandale.info/

    24.04.19 um 13:55 | Permalink

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