Oliver Krautscheid wieder mal Star der DSW-Deppenliste! Diesmal mit MOLOGEN. Was wird aus der frechen Kapitalerhöhung?

Bereits 2011 und 2012 war die von Oliver Krautscheid geführte Fantastic Company AG unter den Top 3 der berühmten DSW-Watchlist der schlimmsten Kapitalvernichter. 2019 landet Firmenzerstörer Oli mit der MOLOGEN AG endlich auf Platz 1.

Im April 2011 präsentierte die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) seine traditionelle Liste der schlimmste Kapitalvernichter. Schon damals war eine Firma unter Krautscheids Führung Nr. 2. Damals hieß diese Firma noch Corporate Equity Partners AG. ein Jahr später war es wieder soweit. Die Firma landete erneut auf Platz 2. Zitat eines DSW-Sprechers vom 12. April 2012: „Im Prime Standard hat in den vergangenen Jahren kein Unternehmen derart konsequent das investierte Kapital seiner Aktionäre vernichtet.“

Etwas später wurde die Corporate Equity Partners von Krautscheid umgetauft und hieß fortan The Fantastic Company AG. Man kann sich denken, wozu die Maßnahme diente. Der Niedergang durch Krautscheids Missmanagement konnte aber nicht aufgehalten werden. Schließlich wurde die AG von der Börse genommen und Tausende Anleger quasi enteignet.

Heute, 7 Jahre danach, hat es Oliver Krautscheid mit der von ihm gesteuerten Mologen AG sogar auf den 1. Platz geschafft. Zitat aus der DSW-Pressekonferenz:

„Nun aber zu den 50 größten Kapitalvernichtern. Neu ist der Spitzenreiter beider Listen, die Mologen AG. Das Pharmaunternehmen war zwar auch in den vergangenen Jahren ständiges Mitglied der DSW-Listen, allerdings eher im unauffälligen Bereich um den Platz 30 herum. Ein deutlicher Kursrückgang im Dezember 2018 hat die AG nun an die Spitze der Schlechteste der Schlechten katapultiert. Mit Minus 96,9 Prozent im Fünf-, Minus 92,6 Prozent im Drei- und Minus 85,4 Prozent im Einjahresvergleich ist die rote Laterne allerdings auch mehr als verdient.“ Quelle → DSW

Auf dem zweiten Platz landete die Steinhoff International Holding und Nr. 3 ist die inzwischen insolvente Gerry Weber AG.

Fast gleichzeitig mit dem DSW meldete die Mologen AG eine Kapitalerhöhung via Neuausgabe von 2 Mio. Aktien an, was eine Verwässerung der bestehenden Aktien bedeutet. Erst im Sommer 2018 war es zu einer Aktienzusammenlegung im Verhältnis 5:1 gekommen, um den Absturz unter die 1 Euro-Marke schönzufärben. Es hat aber nichts gebracht. Jetzt schon wieder eine Kapitalmaßnahme, die den Wert des Mologen-Papiers drückt.

In den einschlägigen Börsenforen überschlagen sich die empörten Stimmen und der Kurs stürzt ab. Es ist beinahe unmöglich zu sagen, die wievielte Kapitalmaßnahme das ist. Auf jeden Fall sagt Mologen, dass man so 4 Mio. Euro einnehmen will, um den Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers für den Jahresabschluss 2018 zu sichern. So tief muss man mal sinken.

Ich vermute, Krautscheid wird wieder versuchen, sich aus dem Desaster herauszureden. Um seine Verantwortung zu verschleiern, belügt Krautscheid Aktionäre, Journalisten und Richter.

Vor dem Berliner Kammergericht erzählte Krautscheid wortwörtlich den drei anwesenden Richtern, wie er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender versteht:

„Ich mische mich als Aufsichtsrat nicht in die Geschäfte ein. Ich habe nichts mit der Geschäftsberichterstellung zu tun. Ich sehe die [Geschäftsberichte] erst, wenn sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden.“

Wie dreist Krautscheid lügt, beweist eine interne Regelung, die man in einem 339 Seiten dicken Börsenprospekt versteckt hat. Hier ist Krautscheids akribische Einmischung in die Belange der Geschäftsführung haarklein dokumentiert. Fazit: Bei Mologen fungiert der Vorstand eher als Sekretariat und arbeitet ab. Er darf nicht mal über Ausgaben für Dienstleistungen entscheiden, die 10.000 Euro übersteigen, sondern muss im Aufsichtsrat (also bei Krautscheid) nachfragen. Auch die Unterzeichnung langfristiger Verträgen mit Kostenvolumina von über 100.000 Euro pro Jahr ist dem Vorstand ohne Zustimmung Krautscheids streng verboten. Genauso wie die Vereinbarung von Forschungkooperationen.

Seit Krautscheids Ernennung zum Vorsitzenden des Mologen-Aufsichtsrats sank der Kurs der Mologen-Aktie von über 10 Euro auf unter 1 Euro. Krautscheid sitzt in Leitungspositionen verschiedener AGs: CD Deutsche Eigenheim AG (unter Krautscheid delisted), Fantastic Company AG (unter Krautscheid delisted), EPG AG (unter Krautscheid delisted), Easy Software AG, Mologen AG. Unter Krautscheids Führung bzw. Aufsicht gingen insolvent: SICARA Fashion Accessories SAS (Krautscheid war Président), Ley International Fashion Company AG (Krautscheid war Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Ich bin gespannt, wer die anstehende Kapitalerhöhung zeichnen will. Wenn sie danebengeht, müsste Mologen eigentlich vor der Insolvenz stehen.

2 Kommentar(e)

  1. Sampenrau schrieb:

    Warum bekommt Herr Krautscheid kein Berufsverbot als Aufsichtsrat?
    Gibt es da keine Aufsichtsbehörde für „Deppen“?

    Dem kann man doch nur jedes Haar einzeln ganz langsam aus dem Sack reißen.
    Und jetzt stellt euch dazu das Bild vor!
    Ganz real.
    Hört ihr seine quiekende Stimme!

    Aaahhhhhhh

    13.03.19 um 23:22 | Permalink
  2. Rupfer schrieb:

    Vorsicht!

    Beim Rupfen von Sackhaaren passieren regelmäßig Fehler.

    Nicht das dabei aus versehen der große Olli den kleinen Olli verliert.

    Daher immer genau hinschauen.

    Wäre doch schade!

    Oder etwa nicht?!?!

    14.03.19 um 10:01 | Permalink

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