Gekaufter Jubel für die Mologen-Aktie | So täuschen windige Analysen von MainFirst, Edison Investment Research und First Berlin Equity Research die Anleger.

Dubiose Analysten bescheißen regelmäßig Anleger mit aufgeblasenen BUY-Empfehlungen. Auch für die Mologen AG jubeln sogenannte „unabhängige Bewerter“ das Blaue vom Himmel.

Der Trick ist immer derselbe. Vermeintlich objektive Analysehäuser auf der ganzen Welt veröffentlichen Bewertungen über Aktien, die Anleger zum Kauf stimulieren sollen.

Offiziell sind diese Analysen unabhängig. Tatsächlich jedoch befindet sich unter dem Dach des jeweiligen Anbieters auch eine Beratungs- und PR-Abteilung. Wer also dringend Jubelnachrichten für seine Aktie benötigt, um sie via Adhoc in den Äther zu blasen, bucht diese Beratung und wie aus heiterem Himmel spuckt die Analyse-Abteilung plötzlich euphorische Kaufempfehlungen aus. Diese Empfehlungen vervielfältigen sich durch automatische Systeme tausendfach und finden sich als Börsennachrichten bei Google und in einschlägigen Foren wie zum Beispiel Wallstreet-Online wieder. Mit etwas Glück greifen dusselige Finanzjournalisten den Quatsch auf und verwandeln ihn in Qualitätsjournalismus.

Ich habe das Geschäftsmodell der käuflichen Analysten bereits woanders genau beschrieben und verweise auf meine Recherchen im Zusammenhang mit einem anderen börsennotierten Unternehmen, das regelmäßig den Kapitalmarkt mit getürkten Zahlen belügt. Es handelt sich hierbei um die Dienste von → Berenberg für die RIB SE.

Die verlogene BUY-Empfehlung von Berenberg für RIB ist ein warmer Furz

Auch Mologen bedient sich seit vielen Jahren dieser gängigen Methode des legalen Anlegerbetrugs. Die entsprechenden Dienstleister sind leicht herauszufinden:

  • Edison Investment Research – das mittelgroße Unternehmen mit Hauptsitz in London beschäftigt 122 Mitarbeiter und macht auf seiner Website gar keinen Hehl daraus, dass Analyse („maßgeschneidertes Research“) und Beratung eng miteinander verzahnt sind.
  • First Berlin Equity Research – das Berliner Analysehaus von Alleingesellschafter Martin Bailey hat sich auf Kunden spezialisiert, die zu klein sind, um von den Großen der Branche gecovert zu werden.
  • MainFirst – die Banker von MainFirst haben beim elegante Vertuschen von Interessenskonflikten bereits Erfahrung, wie Recherchen vom → Manager Magazin zeigen. Die MainFirst Bank AG wird derzeit vom US-Finanzdienstleister Stifel Financial Corp. übernommen.

Alle drei bedienen sich als Grundlage für ihre völlig überzogenen Bewertungen bei Claudia Nickolaus, der emsigen PR-Dame von Mologen, welche die Aufgabe hat, die erschütternden Ergebnisse der Mologen-Forschung in positive Nachrichten umzudichten. Wie diese Arbeit genau vonstatten geht, beschreibe ich hier:

So verwandelt die Mologen AG einen schrecklichen Studien-Flop in Jubel-PR für die Börse

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