Mologen: Gründer Burghardt Wittig vs. Zerstörer Oliver Krautscheid. Tritt der Alte gegen den Hauptversammlungsbetrüger an?

Die Spannung vor der erzwungenen Hauptversammlung am kommenden Dienstag (26.2.2019) steigt beinahe stündlich. Immer mehr Stimmen fordern, dass Mologen-Gründer Burghardt Wittig (Jahrgang 1947) sich für den Aufsichtsrat bewirbt und auf der Hauptversammlung gegen Firmenzerstörer Oliver Krautscheid antritt.

Was ich von Wittig halte, muss ich ja nicht nochmal ausbreiten. Meine Meinung über den Forscher und seine Arbeit steht hier.

Aber im Konflikt zwischen Wilhelm Zours Balaton und Thorsten Wagners GDT um die Vorrherrschaft bei Mologen könnte der bedächtig auftretende Professor eine entscheidende Rolle spielen. Denn bei den Kleinanlegern, die immer noch an einen Durchbruch der Mologen-Forschung glauben, gilt Wittig als Lichtgestalt.

Die Aktionärsschützer der DSW lehnen die Wahl der Balaton-Kandidatin und Zahlenschubse  Eva Katheder in den Mologen-Aufsichtsrat ab. Ob das eine Rolle spielt? Wahrscheinlich schon.

Ich liste mal aus der Lameng (also recht oberflächlich) die zu erwartende Kräfteverteilung bei der bevorstehenden HV auf:

  • Thorsten Wagner/ GDT: knapp 25%
  • Balaton und Verbündete (Axxion, IPConcept etc.): ca. 13%
  • Institutionelle Molo-Veteranen (Baloise Holding, Signal Iduna etc.): ca. 4.5% (Hörensagen)
  • Vermögensverwalter Kai Drabe und Partner: ca. 3% (so viel meldete er im April 2017)
  • Krautscheid-Hasser Gerhard Greiff (Adlers Capital Partners) und Partner: ca. 2% (Hörensagen)
  • Aktionärsschützer von DSW und SDK: 3% (Hörensagen)
  • Kleinaktionäre 4-5% (Schätzung)

Macht also eine Mehrheit gegen den Hauptversammlungsbetrüger Krautscheid, der sicherlich noch den einen oder anderen Trick aus dem Hut zaubern wird, um am Mologen-Tropf zu bleiben und weiterhin fette Sitzungsgelder abzukassieren.

Bei dieser Gemengenlage werden vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte von Mologen die Kleinanleger Wesentliches entscheiden. Sie werden nicht für Kurszerstörer Krautscheid stimmen. Das wäre absurd. Auch nicht für Katheder. Sie ist ein unbeschriebenes Blatt und steht Balaton nahe. Was man von Balaton-Zours halten soll, weiß keiner so recht. Vorübergehend ist er als Krautscheid-Jäger willkommen. Vorübergehend.

Nein, der ideale Kandidat der Kleinanleger heißt Wittig.

Der selbsternannte Wunderheiler wäre auch aus einem anderen Grund die Idealbesetzung, wenn es darum geht, Krautscheid vom Hof zu jagen. Thorsten Wagner kann nicht gegen jenen Unternehmensgründer stimmen, der ihm einst rund 30 Mio. Euro (geschätzt) aus dem Beutel leierte, um der Molo-Forschung auf die Sprünge zu helfen. Ach ja, und dabei auch die eigene Tasche zu füllen. Ja, so viel Geld soll der Turbospekulant bereits in Wittig und Mologen investiert haben. Wenn sich Wagner zwischen Krautscheid und Wittig entscheiden muss, steckt er in einer Zwickmühle. Wittig wäre der ideale Konsenskandidat für Wagner, wenn es gilt, den unhaltbaren Krautscheid fallen zu lassen.

Wie man gerüchteweise hört, ziert sich der Alte noch. Es graut ihm davor, öffentlich gegen den hochmütigen Börsenhallodri anzutreten. Wer Wittig ein bisschen kennt, versteht ihn. Ich glaube, in seinem Inneren tobt gerade ein Kampf zwischen Eitelkeit und Angst. Angst vor Krautscheid und Angst vor der Niederlage. Wittig ist eher der Typ, der hinter den Kulissen die Fäden zieht. Am kommenden Dienstag jedoch wird als Rampensau gebraucht. Dringend.

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