The Fantastic Company AG: Oliver Krautscheid braucht schon wieder eine Kapitalerhöhung. Schweizer Wirtschaftsmagazin CASH schreibt heute über Erfolglosigkeit, Gier und Lüge im Management.

Dieser Artikel erschien im September 2012. In einer aktuellen Adhoc-Meldung der Fantastic Company AG offenbart Oliver Krautscheid, dass der Kauf der maroden Brillenvertriebsfirma Sicara offenbar zum Desaster gerät – schon wieder muss eine Kapitalerhöhung her. Die wievielte eigentlich?  

Offiziell begründet wird die nötige Kapitalspritze mit dem üblichen Wachstums-Blabla und dem bevorstehenden Kauf eines weiteren Unternehmens. Angesichts der desaströsen Halbjahreszahlen von Krautscheid muss dies als hilfloser Versuch gewertet werden, das Managementversagen und die Selbstbedienungsmentalität des Verwaltungsrats zu verschleiern.

Nachtrag im Februar 2019: SICARA ist unter Krautscheids Führung längst → pleite gegangen. Verzweifelt versucht der Serienlügner die Schlappe vor der Öffentlichkeit zu vertuschen. Wie er das macht, steht → hier. Weil das Mologen-Management die Krautscheid-Pleite im Börsenprospekt für eine Kapitalerhöhung verschwieg, musste der peinliche Fehler öffentlich korrigiert werden. Sind die Zuständigen bei Mologen wirklich so dumm oder handeln sie auf Geheiß von Krautscheid…?

Denn trotz seiner Erfolglosigkeit haben sich die Fantastic-Manager Oliver Krautscheid und Rechtsanwalt Roger Meier-Rossi auch im letzten Halbjahr wieder eine satte Erhöhung ihrer Bezüge um rund 14 % gegönnt. Fantastisch!

So eine Dreistigkeit ruft auch die Journalisten auf den Plan. Das größte Schweizer Wirtschaftsmagazin CASH widmet sich heute in einem Artikel dem Fantastic-Drama und insbesondere Oliver Krautscheid.

Hier ein paar Textausschnitte:

  • Domiliziert ist die Firma in einem Zuger Briefkasten, Büros sucht man vergebens, und auch das Management betreibt das Geschäft nicht vollamtlich. Und bereits unter dem alten Namen sorgte die Firma unter der Leitung des Deutschen Oliver Krautscheid für keine großen Würfe. Erst diesen Frühling zeigte Corporate Equity Partners ein erstes Lebenszeichen: Sie ging eine Beteiligung am unbekannten französischen Mode- und Accessoire-Hersteller Sicara ein.
  • Zuvor war die Firma während Jahren praktisch inaktiv geblieben, die Verwaltungsräte kassierten dennoch ansehliche Honorare, die zudem von Jahr zu Jahr erhöht wurden – und gleichzeitig sackte der Aktienkurs ins Bodenlose ab. Alleine 2011 fiel der Aktienkurs um 70 Prozent, seit 2008 beträgt der Verlust gar 99 Prozent.
  • Noch im April hatte ein Firmenvertreter in einem längeren Hintergrundgespräch mit cash festgehalten, dass beim damaligen Kauf des Börsenmantels bewusst auf die Übernahme der Bezeichnung Fantastic verzichtet wurde. Der Name sei in Anlegerkreisen negativ behaftet, so die Erklärung.
  • Gerne hätte cash von Verwaltungsratspräsident Krautscheid erfahren, was das Unternehmen nun doch zur Rückkehr zum ehemaligen Firmennamen bewegt hat. Trotz zweimaliger schriftlicher Anfrage erhielt cash von Krautscheid, der auf dem Videokanal Youtube von unzufriedenen Aktionären in einem kurzen Filmchen angefeindet wird, keine Antwort.

Besagtes Video ist inzwischen offline, aber dafür gibt es ein brandneues → Filmchen.

1 Kommentar(e)

  1. Hans Dampfer schrieb:

    Ist das nicht schon die dritte Kapitalmassnahme unter Krautscheid?

    25.09.12 um 08:37 | Permalink

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