Grund #2 warum ich glaube, dass es mit der MOLOGEN AG zu Ende geht: der Auftritt der gefährlichen (und sympathischen) Profi-Aktionärin Caterina Steeg, die mit einer Aktie auf die Hauptversammlung kam.

Heute ist Tag 2 nach der MOLOGEN-Hauptversammlung, auf der mir klar wurde, was ich zuvor nicht vermutet hatte: ich glaube, die MOLOGEN AG ist am Ende.

Warum ich dieser Meinung bin, lege ich in dieser Themenserie dar. Die Hauptversammlung bot dafür reichlich Stoff – auf dem Podium oder in diskreten Gesprächen am Rande der Versammlung. Aber eines nach dem anderen. Hier geht es um die Aktionärin Caterina Steeg, die auf der MOLOGEN-Hauptversammlung sprach.

Mit nur 1 Aktie auf die Hauptversammlung.

Die “Süddeutsche Zeitung” veröffentlichte vor einiger Zeit ein Porträt über diese Dame, die sich vorgestern sinngemäß so vorgestellt hat: “Ich bin schon länger MOLOGEN-Aktionärin aber zum ersten Mal auf einer HV der Gesellschaft.”

Ein Blick auf die Präsenzliste ergab: Caterina Steeg hat sich mit nur einer MOLOGEN-Aktie zur HV angemeldet.

Werden besonders bei Gesellschaften aktiv, die stinken.

Frau Steeg ist eine jener Experten, die man Berufskläger oder räuberische Aktionäre nennt, erklärt der oben verlinkte SZ-Artikel und führt aus:

“Räuberische Aktionäre oder Berufskläger, wie sie auch genannt werden, sind für Vorstände und Aufsichtsräte zunehmend ein Ärgernis. Die Methode, die ihnen nachgesagt wird, ist simpel: Sie kaufen sich Aktien eines Unternehmens, gehen auf die Hauptversammlung, provozieren Rechtsfehler, indem sie endlos Fragen stellen oder das Rednerpult blockieren, anschließend fechten sie die Beschlüsse an und verzögern so deren Umsetzung. Erst gegen Zahlung eines gewissen Betrags nehmen sie die Klage zurück.”

Besonders häufig tauchen solche Profi-Aktionäre bei Unternehmen auf, bei denen es nicht so schwer ist, faule Stellen zu finden, weil es dort schon etwas gammelig riecht.

Warum an den Zahlungen für Wittig interessiert?

Insofern halte ich die Anwesenheit von Frau Steeg auf der MOLOGEN-HV nur konsequent.

Solche Profi-Störer agieren manchmal auch im Auftrag anderer. Ich habe keine Ahnung, ob Caterina Steeg auf eigene Rechnung oder im Fremdauftrag zur MOLOGEN-HV kam, doch ihre bohrenden Fragen zur Vergütung bzw. Reisekostenerstattung für MOLOGEN-Gründer und Aktionär Burghardt Wittig, gaben mir zu denken.

Vielleicht aber nur am Kampf gegen den Krebs interessiert.

Wittig ist MOLOGEN-Aktionär und nicht mehr im Unternehmen beschäftigt, jedoch als Stiftungsleiter des Foundation Institute Molecular Biology and Bioinformatics eng mit MOLOGEN und vor allem mit dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden und Forscherkollegen Matthias Schroff verbunden. Beide haben viele MOLOGEN-Erfindungen gemeinsam entwickelt.

Ist Frau Steeg selber auf die interessanten Fragen über die Zahlungen an Wittig gekommen oder hat sie ein anderer darauf gestoßen? Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es Leute gibt, die an einer Beschädigung von Wittigs Reputation interessiert sind.

Wittig hat Wagner ins MOLOGEN-Boot geholt.

Ach ja, Wittig hat einst (als man dringend Geld brauchte) Großaktionär Thorsten Wagner in sein Investment bei MOLOGEN gequatscht. Heute gelten die beide nicht mehr als Freunde.

Noch mal: ich habe nicht den geringsten Beweis dafür, dass Frau Steeg eine ferngesteuerte Aktionärin ist. Vielleicht will sie ja nur, dass die Krebsforschung bei MOLOGEN Fortschritte macht und ansonsten alles sauber läuft. Wer weiß? Ich halte Caterina Steeg für eine sympathische und interessante Persönlichkeit.

Ein Zeichen für Fäulnis.

Trotzdem finde ich, dass ihre Anwesenheit auf der MOLOGEN-HV besorgniserregend und für MOLOGEN ein schlechtes Zeichen ist: Profi-Aktionäre interessieren sich in der Regel für beschädigte Gesellschaften wie Fliegen für faules Obst. Frau Steeg ist meiner Meinung nach ein klares Zeichen dafür, dass bei MOLOGEN der Zersetzungsprozess begonnen hat.

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