Grund #1 warum ich glaube, dass es mit der MOLOGEN AG zu Ende geht: Aktionärsschützer, Rechtsanwalt und Ex-Aufsichtsrat Stefan ten Doornkaat, dem gestern die Entlastung verweigert wurde.

Heute ist Tag 1 nach der MOLOGEN-Hauptversammlung. Gestern wurde mir klar, was ich zuvor nicht vermutet hatte: ich glaube, die MOLOGEN AG ist am Ende.

Warum ich dieser Meinung bin, will ich in den kommenden Tagen in einer kleinen Themenserie darlegen. Die Hauptversammlung bot dafür reichlich Stoff – auf dem Podium oder in diskreten Gesprächen am Rande der Versammlung. Aber eines nach dem anderen.

Das Drama um den Aktionärsschützer Stefan ten Doornkaat.

Zu allererst das Drama um den MOLOGEN-Ex-Aufsichtrat Stefan ten Doornkaat, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger und Rechtsanwalt, dem gestern die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 verweigert wurde. Was für eine Schlappe für einen Juristen, der sich obendrein als Aktionärsschützer geriert!

Stefan ten Doornkaat ist laut Gugl-Recherche Experte für Steuer- und Aktienrecht und über eine E-Mail-Adresse der Düsseldorfer Anwalts- und Steuerberaterfirma Hindahl Sternemann Horn Bock zu erreichen.

Teure Gebühren für noch mehr Anwälte.

Über ten Doornkaats chaotische Versammlungsleitung der vorvergangenen MOLOGEN-HV im Sommer 2014 haben wir hier detailliert berichtet.

Gestern erfuhren wir, dass alleine die rechtliche Beratung bei Vorbereitung und Durchführung dieser denkwürdigen HV die Aktionäre 65.000 Euro gekostet hat. Dienstleister war die Hamburger Filiale der globalen Kanzleikette Freshfields und dabei federführend verantwortlich der Delisting-Experte (!) Christoph Seibt.

Kostspielige Klage gegen Chaos-Wahl unter ten Doornkaats Leitung.

Meine Frage hierzu: wozu leitete dann der offensichtlich überforderte Jurist ten Doornkaat die Versammlung, brauchte man ihn etwa aus bestimmten anderen Gründen in dieser verantwortungsvollen Schlüsselposition…?

Der unter Leitung von ten Doornkaat vergeigte erste Wahlgang musste wiederholt werden, das Ergebnis des zweiten Versuchs ist nun Gegenstand einer aufwendigen Aktionärsklage gegen die Gesellschaft, die laut Oliver Krautscheids gestriger Auskunft bisher 125.000 Euro Anwaltsgebühren (wieder an Freshfields) gekostet hat.

Präsenzliste: ten Doornkaat vertrat Aktionäre GDT und Deutsche Balaton.

Ein Blick in die Präsenzliste von gestern offenbarte noch ein weiteres Detail: ten Doornkaat vertrat die Stimmen der beiden MOLOGEN-Großaktionäre Global Derivative Trading GmbH (Thorsten Wagner) und Deutsche Balaton AG.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen durfte er sich aber nicht mit den vielen Stimmen dieser Aktionäre entlasten, was ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Ich halte ten Doornkaat für keinen guten Aktienrechtler aber dass er dieses Detail übersehen hat, kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht ist er einfach nur unendlich schmerzfrei?

Warum ich glaube, dass ten Doornkaat ein Zeichen des Niedergangs ist.

Und jetzt mein Argument, warum ich glaube, dass Rechtsanwalt Stefan ten Doornkaat einer der Gründe ist, weshalb es mit der MOLOGEN AG zu Ende geht: eine Gesellschaft, deren mächtigste Großaktionäre diesem Mann vertrauen bzw. ihn beauftragen, ist nicht in guten Händen und dem Untergang geweiht.

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