Wer raten will, wie es bei MOLOGEN weitergeht, muss mal rüber zur CD DEUTSCHE EIGENHEIM AG schauen, wo MOLOGEN-Großaktionär Thorsten Wagner das totale Sagen hat: 1.) zwei Vorstände weg und durch einen genehmen Chef ersetzt 2.) Rekordverlust 3.) Delisting.

Wer erinnert sich noch? Zeitlich nahe der letzten MOLOGEN-HV im August 2014 krachte es mächtig im Gebälk des kleinen Immobilienkonzerns CD DEUTSCHE EIGENHEIM AG, wo Oliver Krautscheid seit geraumer Zeit Vorsitzender des Aufsichtsrats ist. Und MOLOGEN-Großaktionär Thorsten Wagner die totale Aktienmehrheit hält.

Der Aktienversenker berichtet damals ruckzuck. Unter anderem über den Abgang von Marketingvorstand Günter Minge und die “Beurlaubung” von Gesamtvorstand Thomas Schwinger-Caspari.

Delisting + fast 15 Mio. Rekordverlust.

Kurze Zeit darauf wurde ein neuer Vorstand namens Michael Stüber präsentiert, der Schwung in die Bude bringen sollte.

Und was geschah seitdem? Auf jeden Fall die Quasi-Enteignung der Kleinaktionäre durch das beschlossene Delisting (wie die Zeitschrift Wirtschaftswoche über diese neue Mode schreibt) und ein Rekordverlust mit bizarren Eckdaten.

Hier die Fakten:

14,825 Mio. Euro Verlust (Jahresfehlbetrag)! Bei einer Gesamtleistung (=Bauleistung, ist bei Bauunternehmen die relevante Berichtsgröße wegen teilweise unfertiger Häuser) von 12,691 Mio. Euro. Heißt: mehr Verlust als Gesamtleistung. Das muss man erst mal hinbekommen!

Über 18 Mio. für Material bezahlt aber nur im Wert von 12.6 Mio. gebaut.

Von den 21.069 Mio. Euro Eigenkapital, die Ende 2013 noch in den Büchern standen, sind per 31.12.2014 nur mehr 6,231 Mio. übrig geblieben. Anders ausgedrückt: über 70% der Finanzmittel wurden innerhalb von nur 12 Monaten vernichtet. Chapeau!

Aber es kommt noch dicker…

Denn schon das Rohergebnis (grob: Umsatz minus Wareneinsatz) ist mit -5,107 Mio. Euro tiefrot. Wie kommt das? Ganz einfach: man gab mehr Geld für Material aus, als man durch Bautätigkeit an Werten geschaffen hat.

Konkret: für die erbrachte Gesamtleistung (12.691 Mio. Euro) benötigte man 18,189 Mio. Euro für Material!

Über 120.000 Euro für die Aufsichtsräte.

So etwas kommt wohl nur zustande, wenn man sich völlig verkalkuliert. Und kein Aufsichtsrat rechtzeitig was merkt. Seltsam, dabei sitzen doch handverlesene Kapazitäten des Finanz- und Immobiliengeschäfts im Aufsichtsrat der CD DEUTSCHE EIGENHEIM AG:

  1. Oliver Krautscheid, der sich als “Finanzexperte” bezeichnen lässt.
  2. Sönke Schwartz, Wirtschaftsprüfer bei der Düsseldorfer I-ADVICE AG und laut Firmenwebsite “Aufsichtsratsmitglied mehrerer Immobiliengesellschaften”.
  3. Winfried Schwatlo, angeblicher Ethik-Experte und Immobilienfachmann mit “Kompetenz und Know How”, wie auf seiner Website steht.

Diese drei Aufsichtsräte kassierten 2014 insgesamt 121.575 Euro für ihre Tätigkeit. Fast doppelt so viel wie 2013.

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