Hier ist der Jahresabschluss 2013 des umstrittenen MOLOGEN-Großaktionärs Thorsten Wagner: 900 Millionen Spielgeld, 24 Millionen Verlust. Willkommen im Börsencasino!

MOLOGEN-Großaktionär Thorsten Wagner wünscht, dass dem Aktienversenker die Berichterstattung über ihn und sein Treiben in diversen Aktiengesellschaften verboten wird.

Das steht in einer umfangreichen Klage, die der Spekulant aus Frankfurt beim Landgericht Berlin eingereicht hat. Übrigens zeitgleich mit einer sehr ähnlich lautenden Klage von Oliver Krautscheid. Die Angelegenheit wird im September öffentlich verhandelt – also schon mal vormerken und reichlich Popkorn bunkern.

Wagner scheint es sehr daran gelegen zu sein, dass diese Seite hier nicht über ihn und seine umtriebigen Geschäfte mit der GLOBAL DERIVATIVE TRADING GmbH (GDT) berichtet, die große Aktienpakete der MOLOGEN AG und vieler anderer Firmen hält.

Dabei ist das Interesse groß! Tausende klicken auf den Aktienversenker und informieren sich. Darunter sicherlich viele Aktionäre, die Geld verloren haben, weil sie in Gesellschaften investiert sind, in denen Wagners Erfüllungsgehilfe Oliver Krautscheid eine wichtige Position einnimmt.

Angesichts der aktuellen Situation bei der MOLOGEN AG und anderen Wagner-Beteiligungen (zum Beispiel CD DEUTSCHE EIGENHEIM AG oder THE FANTASTIC COMPANY AG) wäre es natürlich interessant zu wissen, wie Wagner derzeit finanziell aufgestellt ist.

Aber der Mann lässt sich nur ungern in die Karten blicken und veröffentlicht für das Jahr 2013 ein rudimentäres Dokument im Handelsregister, das für seine GDT (neben anderen Zahlen) einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 30 Mio. Euro ausweist.

30 Millionen! Im Vorjahr 2012 waren es knapp 6 Millionen. Offenbar verfügt Wagner über erstaunliche Geldreserven oder Finanzquellen. Woher kommt das ganze Geld?

Beeindruckend auch die Zahl des bewegten Kapitals: über 900 Millionen! Das ist ein breiter Spieltisch, auf dem Wagner da zockt.

Wenn aber 2013 ganze 24 Millionen Verlust dazukamen, wie sieht dann die Lage im Jahr 2014 aus? Man denke nur an die Crahs bei den Wagner-Investments VANCAMEL AG oder ULTRASONIC AG und natürlich bei der 2014 mächtig abgestürzten MOLOGEN AG, die eine entsprechende Spur der Verwüstung in Wagners Portfolio hinterlassen haben müssten.

2 Kommentar(e)

  1. Brazzo schrieb:

    Das ist krass. Dachte, Wagner zockt mit Derivaten und nicht mit Aktien. Offenbar hat er seine Geschäftsstrategie vom Termin- auf den Kassamarkt verlegt. Hoffen wir mal für seine Mitaktionäre, dass ihn Geldgeber nicht zu Notverkäufen drängen. Vielleicht hat Wagner die Pakete billig von Altaktionären bekommen und versucht dann auf der Welle was zu surfen. Hoffe für Wagner, dass er die Aktien noch nicht alle bezahlt hat. Dann kann er ggf. noch länger stillhalten.

    18.07.15 um 11:22 | Permalink
  2. Joeblow schrieb:

    Bei einer HGB-Bilanz gilt das Imparitätsprinzip/Vorsichtsprinzip.
    Das bedeutete, dass Verluste voll ausgewiesen werden, Gewinne nicht ausgewiesen werden.
    Wenn man mit Derivaten handelt, dann handelt man mit mehreren Positionen, die sich gegenläufig entwickelt. Deswegen hat der Wert keine wirtschaftliche Aussagekraft, sondern zeigt nur, dass es große Positionen gibt.

    04.12.15 um 15:22 | Permalink

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