Wie man hört, will der MOLOGEN-Aufsichtsrat die Aktionärsklage gegen Oliver Krautscheids Wahl in seine Mitte bekämpfen. Irre! Das wird ganz sicher eine elende Schlammschlacht, die das Unternehmen stark beschädigt.

Im Landgericht Berlin wartet die Klage der MOLOGEN-Aktionäre Peter, Martin und Katrin Kalveram gegen Oliver Krautscheid und alle anderen Organe der Gesellschaft sowie die Firma selbst auf ihre Bearbeitung.

Kläger-Vertreter ist der Berliner Rechtsanwalt Malte Diesselhorst, der auch Landesvorsitzender der Aktionärsschützer-Vereinigung DSW ist. Diesselhorst hat auf der Hauptversammlung von MOLOGEN am 13.8.2014 die Aktionäre eindringlich vor der Wahl Krautscheids zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewarnt.

Wahlbetrug, Vertuschung, Satzungsverstöße.

Dennoch ist Krautscheid gewählt worden, was einige Fragen aufwirft, die nun Gegenstand dieser Klage sind.

  • Kam es durch die Zählung ungültiger Stimmen zu einem Wahlbetrug?
  • Hat Krautscheid gegen die Statuten der Gesellschaft verstoßen, indem er seine Führungsposition bei der maroden Fantastic Company AG verschwieg, mit derer französischen Tochterfirma SICARA er als verantwortlicher Geschäftsführer (Président) vor kurzem Insolvenz anmelden musste?
  • Ist die Wahl ungültig, weil das falsche Wahlverfahren angewendet worden ist?

Doornkaat + Krautscheid + Wagner = Firmenraub.

Im Mittelpunkt des Verfahrens wird sicherlich die enge Bande zwischen dem abgetretenen Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan ten Doornkaat mit seinem Nachfolger Oliver Krautscheid und natürlich mit Großaktionär Wagner stehen. Und die Frage, ob und welche Informationen über gemeldete Stimmrechte heimlich zwischen ten Doornkaat und dem Duo Krautscheid-Wagner ausgetauscht wurden, um die dubiose Wahl Krautscheids über die Bühne zu bringen.

Interne Zerwürfnisse programmiert.

Jetzt hört man, dass der dreiköpfige Aufsichtsrat mehrheitlich beschlossen hat, gegen die Klage Widerstand zu leisten. Damit dürfte sich Krautscheid, der als hagestolzer Besserwisser gilt, sich im Aufsichtsgremium durchgesetzt haben und der Gesellschaft eine desaströse Schlammschlacht blühen, die bis ins dritte Quartal 2015 wüten wird. Mit allen einkalkulierten Folgen: Imageverlust, Kursverfall, interne Zerwürfnisse.

Dem ohnehin führungsschwachen MOLOGEN-Vorstand wird das Weiterwursteln jetzt noch viel schwerer fallen.

Eine Frage des Stolzes. Egal, was das kostet.

Einige, die Krautscheid noch nicht lange kennen, fragen sich jetzt, warum er der Gesellschaft diese schwere Bürde auferlegt. Hätte er sich nicht elegant zurückziehen können, bis die Firma zur Ruhe kommt? Die Antwort fällt mit einem Blick auf Krautscheids Historie in diversen Unternehmen recht leicht. Eher scheint es, dass er aus Stolz alles um sich zugrunde richtet, anstatt diplomatisch nachzugeben, wie es ein schlauer Stratege machen würde.

Wie geht es weiter mit der MOLOGEN AG und den Aktien des Unternehmens? Zu Risiken oder Nebenwirkungen Ihres Investments fragen Sie Ihren Psychiater oder Insolvenzverwalter.

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