Warum schlug sich der nette Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein auf die Seite der Firmenräuber Thorsten Wagner und Oliver Krautscheid – war es die ganz normale Gier? Oder Angst? Oder ist das eine Allianz zwischen BLIND & LAHM?

Der Kontrast am Rande der Mologen-HV am 13. August hätte nicht extremer ausfallen können. Da standen sie – auf der einen Seite Oliver Krautscheid im blauen Metallic-Anzug, der im Presswurst-Stil eng an ihm klebte.

Auf der anderen Seite Mologen-Großaktionär Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein im lässig-spätfeudalen Entenjäger-Look mit keckem Einstecktuch. Der Graf parlierte locker, Krautscheid agierte roboterhaft.

Wein, Weib und Wertpapiere.

Was verbindet diese beiden Herren – außer der ganz normalen Gier, die alle vereint? Vermutlich nicht viel. Der Graf betreibt unauffällige Immobiliengeschäfte, ein Weingut in Südfrankreich („Comte de Thun“) und hält sowohl über seine Beteiligungsfirma Salvator als auch persönlich ein umfangreiches Mologen-Aktienpaket und besitzt somit rund 20% der Gesellschaft, der er zwischen 2007 und 2011 als Aufsichtsratsmitglied diente, bis ihn seine enge Vertraute Susanne Klimek dort abgelöst hat.

Frau Klimek findet sich noch in anderen Gesellschaften des Grafen wieder und dürfte für ihn ein ähnlich enger Begleiter sein, wie Oliver Krautscheid für Mologen-Aktionär Thorsten Wagner. Naja, letztere sind vielleicht nicht ganz so eng.

Ein Freund der Firmenräuber.

Aus dem Stimmergebnis der chaotischen und dubiosen Wahl von Oliver Krautscheid zum Mologen-Aufsichtsratsvorsitzenden lässt sich herauslesen, dass Thun und Hohenstein FÜR Krautscheid gestimmt haben dürfte. Als wenig später Susanne Klimek im Aufsichtsrat der Wahl Krautscheids noch zustimmte, komplettierte sich das Bild.

Man kann also davon ausgehen, dass Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein gemeinsame Sache mit den Firmenräubern Thorsten Wagner und Oliver Krautscheid macht.

Kein Vertrauen in den braven Schroff?

Was verspricht sich Thun und Hohenstein von dieser unheiligen Allianz? Stimmte er der Wahl Krautscheids unter Druck zu? Oder traut er dem braven Mologen-Management unter dem wenig enthusiastisch wirkenden Matthias Schroff keinen Durchbruch zu?

Oder erhofft er sich von Krautscheids Brechstangen-Methodik einen Ruck?

Auch SALVATOR macht Verlust.

Oder ist das Zusammenspiel zwischen den beiden Großaktionären Wagner und Thun und Hohenstein eine Allianz zwischen BLIND und LAHM? Schon länger deutet sich an, dass Wagner das Geld für seine kühnen Zockereien ausgeht, die Meldung der SICARA-Pleite könnte ein weiterer Nachweis dafür sein. Aber Thun und Hohenstein?

Seine SALVATOR GmbH soll defizitier sein, steht in einem Interview mit dem MOLOGEN-Finanzchef Petraß.

1 Kommentar(e)

  1. Molestus schrieb:

    Auch wenn der Graf nur ca. 8% der Mologen-Aktien halten sollte, hat er seit April 2014,als vermutlich Wagner Krautscheid als AR-Vorsitzenden lancierte,bis Ende September rund 5 Mio. EUR verloren – Gier oder Angst? Wohl auch Dummheit, denn es war klar, dass ein Derivate-Händler nichts von Biotechunternehmen versteht, und das Duo Krautscheid/Wagner das Vertrauen in die Mologen AG erschüttern würde.

    24.09.14 um 11:26 | Permalink

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