Delisting der Design Bau AG / Deutsche Eigenheim AG: Was sagt eigentlich Moral-Professor und Design Bau-Aufsichtsrat Winfried Schwatlo zur brutalen Enteignung der kleinen Aktionäre durch Oliver Krautscheid – und wie geht es dabei seinem Rücken?

Mit viel Tamtam wurde im März 2013 der Einzug des Moral-Professors und Immobilienfachmanns Winfried Schwatlo in den Aufsichtsrat der Design Bau AG verkündet.

Seither war von ihm nicht mehr viel zu hören. Der Hauptversammlung im August 2013 blieb er fern. Angeblich wegen eines Rückenleidens.

Delisting = Enteignung der kleinen Anleger.

Nun lädt die Design Bau AG, die sich in Deutsche Eigenheim AG umbenennen will, am 10. September 2014 zur Hauptversammlung nach Berlin-Schönefeld und gibt ganz beiläufig bekannt, dass man ein Delisting der Aktie beantragen will:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den folgenden Beschluss zu fassen: Der Vorstand wird ermächtigt, die Kündigung der Einbeziehung der Aktien der Gesellschaft in den Entry Standard des Freiverkehrs an der Frankfurter Wertpapierbörse gemäß § 23 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse („AGB Freiverkehr FWB“) zu erklären („Delisting“).

Delisting, also der Börsenrückzug, gilt generell als umstritten. Die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ erklärt in einem Artikel, dass so ein Delisting faktisch der Enteignung kleiner Anleger entspricht, während Großaktionäre profitieren.

Oliver Krautscheid, Vorsitzender des Design Bau-Aufsichtsrats und ohne jeden Zweifel derjenige, der im Unternehmen das Sagen hat, verspricht sich wohl so das schnellere Geld, als die Aktie weiterhin unter öffentlicher Beobachtung stehen zu lassen.

Aha, schon wieder der Freshfields-Professor Seibt.

Interessantes Detail – in diesem Artikel findet auch der Delisting-Fachmann Prof. Christoph Seibt von der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer Erwähnung, der neulich auf der Hauptversammlung der Mologen AG (wo Design Bau-Großaktionär Thorsten Wagner ebenso investiert ist) eine mysteriöse Rolle gespielt hat.

Aber nun wieder zurück zu Professor Winfried Schwatlo, der sich bei öffentlichen Auftritten wie hier gerne ins Ethik-Licht stellt und an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtlingen-Geislingen ein Lehramt in „Immobilienwirtschaft, insb. Wirtschaftsethik und Mediation“ ausübt. Der Mann scheint in punkto Selbstvermarktung keine Hemmungen zu haben und verbreitet auf seiner eigenen Webseite süßliche Huldigungen über sich selbst.

Groteske Lobhudelei über sich selbst.

Zum Beispiel:

“Winfried Schwatlo überzeugt sein Gegenüber und dann auch sich selbst, ob sein Senden den Empfänger richtig erreicht. Ein Kommunikationsexperte mit Herz und Biss!”

… oder:

“Er ist ein Unternehmer alter Schule: Worte und Werte passen zusammen. Was mir zudem gefällt: Auch aufgeladene Konflikte deeskaliert er sensibel und emphatisch.”

… oder:

“Als Moderator gelingt es Schwatlo, kontrovers geführte Diskussionen auf eine sachliche Ebene zu führen. Er besitzt Fingerspitzengefühl und diplomatisches Geschick.”

Das kann man eigentlich alles kommentarlos da stehen lassen und mit den Vorgängen bei der Design Bau AG bzw. Deutsche Eigenheim AG abgleichen. Und sich dann fragen, ob Moral-Professor Winfried Schwatlo nicht einfach nur ein eitler Heuchler ist. Ein selbsternannter „Wirtschaftsethiker“, der bei der Enteignung der kleinen Design Bau-Anleger mitmacht.

Ach ja, der Rücken…

Übrigens, in medizinischen Kreisen gelten Rückenbeschwerden als Hinweis auf großen seelischen Druck. Dazu hier ein interessanter Artikel.

Vielleicht ist ja Prof. Schwatlo doch nicht ganz im Reinen mit den Geschäftspraktiken seiner Partner Oliver Krautscheid und Thorsten Wagner.

1 Kommentar(e)

  1. Kieler Jung schrieb:

    Einen feinen Ethik Professor haben die da im Aufsichtsrat sitzen….. statt Transparenz, Wahrheit und Klarheit: Nebelkerzen und Abzocke der freien Aktionäre durch Delisting….
    Wie das zusammen passen soll, mag er seinen Studenten in einer Vorlesung mal auseinandersetzen….empfohlene Überschrift. „Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing“
    Was für eine traurige Melange von ganz bestimmten Charakteren….

    19.08.14 um 01:08 | Permalink

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