Anerdgy AG: Was macht der windige Anwalt und trickreiche Abkassierer Roger Meier-Rossi im Verwaltungsrat des kleinen Züricher Wind-Startups? Ist doch klar!

Vieleicht hat sich Anerdgy-Unterehmensgründer Sven Köhler in einem beschwipsten Augenblick folgendes gedacht: „Wir machen in Windenergie – da passt ein windiger Anwalt ja bestens ins Management.“

Egal, wie Roger Meier-Rossis Position bei Anerdgy zustande kam – diese Besetzung wirft einige Fragen auf. Was hat ein Manager, der seit 2006 im Verwaltungsrat des Skandalunternehmens „The Fantastic Company AG“ maßgeblich für die Verbrennung von vielen Millionen Euro Anlegergeld mitverantwortlich ist, im Verwaltungsrat der jungen Anerdgy AG zu suchen?

Soll Roger Meier-Rossi das Unternehmen für einen Börsengang fit machen, der allen Beteiligten (ihm eingeschlossen) das Geld argloser Aktionäre in die privaten Taschen spült, wie es bei der „Fantastic Company AG“ der Fall ist?

Hat genau deshalb irgendein Großaktionär dem Gründer diese kuriose Personalie aufgezwungen?

Ja, vielleicht sind Meier-Rossis einschlägige Erfahrungen im trickreichen Abkassieren von Aktionärsvermögen gezielt gefragt?

Das und noch viel mehr darf man nämlich öffentlich über Roger Meier-Rossi behaupten – so lautet ein Urteil des Landgerichts Hamburg. Das Gericht schreibt in seiner Begründung:

Ein derartiges Verhalten des Verwaltungsrats begründet eine hinreichende Anknüpfungstatsache für die Bewertung als „ruinös mitgewirkt“ und „Managementversagen“. Da der Antragsteller hier sowohl als Anwalt als auch als Aufsichtsratsmitglied nicht unerhebliche Einnahmen erzielte, ohne dass vorgetragen wäre, dass auch in irgendeiner Form operatives Geschäft erfolgt wäre und zu Einnahmeerzielung geführt hätte, stellt das auch eine hinreichende Anknüpfung für die Bewertung als „trickreich abkassiert“ dar. Dieses Verhalten des Rechtsanwalts, der über Jahre als Verwaltungsratsmitglied und auch als Rechtsanwalt an derartigen Tätigkeiten mitwirkt, trägt auch als Anknüpfungstatsache die Bewertung als „windiger Anwalt“.

Man kann der Anerdgy AG und ihren Aktionären angesichts dieses Managers in ihrer Firma nur viel Glück wünschen.

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