In Berlin hat die Design Bau AG begonnen, 750 Wohnungen zu errichten, schreiben die „Kieler Nachrichten“ und zitieren Vorstand Thomas Schwinger Caspari, der sich unbedingt das begehrte Grundstück „Kieler Hörn“ schnappen will. Aber wir können keine Baustelle finden.

Am 19. Februar 2014 wird Design Bau-Chef Thomas-Schwinger Caspari in den „Kieler Nachrichten“ zitiert, man habe in Berlin gerade mit dem Bau von 750 Wohneinheiten begonnen. Aber welches Grundstück in Berlin mag er damit gemeint haben?

Leeres Baugrundstueck Auenfluegel der Design Bau AG
Hallooo, arbeitet hier irgendwer? Nach reger Bautätigkeit sieht das nicht aus. Mehr Fotos weiter unten. Alle Bilder wurden am 10. März 2014 aufgenommen. Alle Fotos: Aktienversenker

Uns ist neben dem sogenannten „Auenflügel Berlin“ innerhalb der Stadtgrenze kein anderes Bauprojekt der Design Bau AG bekannt. Das Projekt mit dem klingenden Namen wird auf der Firmenwebsite pompös angepriesen. Hat sich die Redakteurin der „Kieler Nachrichten“ vielleicht verhört, als sie mit Schwinger-Caspari sprach? Oder gibt es ein anderes (und ganz geheimes) Bauprojekt, wo bereits eifrig im Boden gebuddelt wird?

Wir machten uns auf den Weg an den äußersten Stadtrand von Berlin, vorbei an den kilometerlangen Plattenbau-Siedlungen von Hellersdorf-Marzahn. Dort, hinter der Endstation der S-Bahnlinie 7, liegt jenes Areal, das die Design Bau-Leute poetisch „Auenflügel Berlin“ getauft haben.

Keine Spur von Bautätigkeit, so weit das Auge reicht. Meterhohes Gestrüpp, ein paar Jogger und Spaziergänger. Leere Bauschilder und Fahnenmasten und ein verdreckter, zugeklebter Baucontainer. Nicht mal frische Spuren im Erdreich, die von Baufahrzeugen herrühren könnten.

Sieht so eine Baustelle aus, auf der „gerade mit dem Bau von 750 Wohneinheiten begonnen“ wurde? Sehen Sie selbst.

Leere Bauschilder am Baugrund des Projekts Auenfluegel Berlin der Design Bau AG
Leeres Bauschild, leerer Baugrund. Damit nachher keiner behaupten kann, wir hätten geschwindelt, ist die Bildzeitung vom 10. März 2014 zu sehen.
Baugrund Auenfluegel Berlin mit Plattenbauten im Hintergrund
Nette Nachbarn in Sichtweite. Im Hintergrund des „Auenflügels Berlin“ ragen die Plattenbauten von Marzahn-Hellersdorf in den Himmel über Berlin.
Unbenutzter Baucontainer am Rand des Grundstücks vom Projekt "Auenflügel Berlin".
Keiner da? Wohl kaum, die Tür dieses stark verschmutzten und offenbar ungenutzten Baucontainers am Westrand des Grundstücks ist zugeklebt.
Leerer Baugrund "Auenflügel Berlin" mit Bildzeitung vom 10. März 2014
Schwinger-Caspari schickt gerne seinen Anwalt Alexander Setzer-Rubruck los, um Berichterstattung zu verhindern. Deshalb ist hier die Bildzeitung vom 10. März 2014 zu sehen.

2 Kommentar(e)

  1. Kieler Jung schrieb:

    sehe ich das richtig? 750 Wohnungen für 250 Mio. Investition? also Marge muss noch obendrauf? Also rund 375.000 Euro pro Wohnung, wenn man mal 10% aufschlägt. Kennt sich wer mit der Lage und der branchenüblichen Marge/Kalkulation aus? Müsste man da vielleicht sogar noch Provisionen und Werbung hinzurechen? Aber wenn man was von kilometerlangen Plattenbausiedlungen und Marzahn liest klingt das schon so verdammt viel, geradezu unrealistisch viel

    19.03.14 um 23:15 | Permalink
  2. zorro123 schrieb:

    Berlin-Falkenberg: So ein Quatsch. Auf dem großen Feld zwischen dieser Pension und dem Netto Markt wächst das Gras seit Jahren. Die Anwohner lachen sich kaputt über den Pressequatsch, der ab und an immer wieder mal regional verbreitet wird. Und aktuell (per 02.04.2014) ist da nix von wegen Bauaktivitäten zu sehen.
    Nur oben am Kundtanger, da hatte die DB AG mal an einen Investor verkauft, der nicht belegte. – Rückabwicklung – . Da wurde gerade ein schickes EFH gebaut. Nur nix mit Schild aus Kiel.

    Teltow: Da sieht es aus, als wenn jeden Morgen Schlaf- und Schmerztabeletten verteilt werden. Oder warum läuft da alles nur im Schneckentempo?

    02.04.14 um 09:16 | Permalink

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