Haben wir hier den Beweis, dass mit der CCG Cool Chain Group-Teilschuldverschreibung ein heißer Insider-Zock lief? Wir hoffen, Dr. Hans-Dieter Rompel von der Co-Investor AG ist uns jetzt nicht allzu böse.

Manchmal muss man einfach nur geduldig sein. Vor 2 Jahren haben die Aktienversenker über Ermittlungen gegen einen Ex-Chef der TFC AG wegen Verdachts auf Insiderhandel berichtet.

Der Verdacht der deutschen Finanzmarktaufsicht BAFIN gegen nährte sich damals an der Beobachtung auffälliger Kursbewegungen, hervorgerufen durch den Handel mit CCG Cool Chan Group Holding-Anleihen im Juni und Juli 2009.

In der Zwischenzeit sind die Ermittlungen gegen den TFC-Mann wieder eingestellt worden.

Nun aber zu Hans-Dieter Rompel von Co-Investor.

Den Aktienversenkern wurde vor einigen Tagen ein brisantes Dokument zugespielt: Der “Kauf und Übertragungsvertrag von Aktien der CCG Cool Chain Group Holding AG”, unterzeichnet am 4. Juni 2009. Also kurze Zeit vor den verdächtigen Kursbewegungen bei jener CCG-Inhaber-Teilschuldverschreibung, welche die Ermittlungsbehörden zweier Länder auf den Plan gerufen hat.

Das Dokument ist ein kompliziertes Vertragswerk, in dem es im Wesentlichen um den Kauf der wertvollen Gourmet-Transportfirma Rungis Express geht, die ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der CCG Cool Chain Group Holding AG ist.

Einer der beiden Käufer und offenbar Protagonist des ganzen Deals: Hans-Dieter Rompel in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Co-Projekt ZETA 08 Ventures GmbH & Co. KG.

Soweit – so gut. Auf Seite 5 dieses Vertrags verbirgt sich im Kapitel 4 wahrscheinlich ein Sprengsatz: Hans-Dieter Rompel verpflichtet sich hier…

“…kursschonend selbst oder durch einen Dritten bis zum 30. September 2009 Inhaberschuldverschreibungen der CCG börslich oder außerbörslich zu erwerben.”

Und es geht weiter:

“Börslicher Erwerb: der Käufer zu 1 (Anmerkung: Rompel) oder der durch ihn benannte Dritte wird im Rahmen des Erwerbsbudgets (Anmerkung: wird eine Seite später genannt – 6.85 Mio. Euro) auf Briefkurse hin und wenn nicht der Verkäufer eine anderslautende Anweisung gibt, alle verfügbaren Stücke der Inhaberschuldverschreibung erwerben.”

Es folgen seitenlang Details, wie der Kauf besagter Anleihe zu regeln sei. Dies alles müssen sich die Aktienversenker von Experten noch genau erklären lassen. Die Aktienversenker sind nämlich keine Börsenprofis, nicht mal Hobby-Spekulanten. Doch was hier steht, erweckt bei uns den Anschein einer Insider-Absprache beim Handel mit Finanzprodukten.

Sollte dies zum Schaden außenstehender Anleger geführt haben? Das alles wird sich zeigen.

12 Kommentar(e)

  1. Agent Smart schrieb:

    Das ist wieder typisch…: “… wir sind keine Börsenprofis, nicht mal Hobbyspekulanten.” (sic…) Dann solltet ihr auch solange Zurückhaltung üben, bis ihr euren geistigen Horizont erweitert habt.

    27.02.13 um 14:59 | Permalink
  2. Anleger schrieb:

    Wer einmal bei Driver und Bengsch investiert hat, war den Handelnden
    dort hoffnungslos ausgeliefert, ich kam mit meinem Festgelddepot von
    der DABbank und wurde ohne mein wirkliches Wissen in hochriskante
    Rentenpapiere von Ponaxis AG, CCG AG und Auto Koch gedrängt. Ponaxis dann loginet3 AG bedeutet Totalverlust!!!

    13.03.13 um 12:41 | Permalink
  3. spekulativ schrieb:

    Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema, da auch
    ich ein Geschädigter der konspirativen Rückkauf-Aktion der CCG-Anleihe
    bin. Als die Anleihe aufs Tiefstkurs war, rief mich mein Betreuer von
    Driver und Bengsch an und erzählte mir, dass alles noch schlimmer
    werden würde und kaufte mir meine Anleihen für 30 % des Nominalwertes
    ab. Dumm, dass ich damals nicht wusste, was hier läuft, dann wäre mir
    dieser Verlust erspart geblieben.

    13.03.13 um 12:42 | Permalink
  4. Kosto schrieb:

    Lehrgeld! Das haben wir alle bezahlt. Wenn man sich einmal anschaut,
    was Driver und Bengsch heute macht, ist das der Hohn. Ihr neues
    Geschäftsmodell ist die Prozessfinanzierung von geschädigten
    Anleihegläubigern. Also haben sie sich mit ihrem Tun einen neuen Markt
    geschaffen, sodass wir unser Geld wieder ihnen überweisen sollen.
    Warum wird hier nicht ein Berufsverbot erteilt?

    14.03.13 um 08:54 | Permalink
  5. Fuhrmann schrieb:

    Ich bin heute das erste Mal auf dieser Seite und schreibe hier für
    meine Oma. Sie hat 10.600 € nominal in diese Anleihe investiert und
    wurde für 33% ausgekauft, obwohl dies wahrscheinlich ein faked Kurs
    war. Danke für diesen Betrug.

    14.03.13 um 15:22 | Permalink
  6. Ben72 schrieb:

    Hier die ganze Geschichte:

    http://www.wiwo.de/finanzen/vermoegensberatung-accessio-netz-der-geldsauger/5505356.html

    14.03.13 um 15:24 | Permalink
  7. spekulativ schrieb:

    Das, was ich hier bei Ihnen lese, taugt zu einem Wirtschaftskrimi. Ich
    selbst habe mir jetzt die Mühe gemacht und in den veröffentlichten
    Bilanzen der CCG AG recherchiert. Hier sehe ich, dass von der CCG rund
    3 Mio. Anleihen platt gemacht wurden. Da Hat CCG schell viel Geld verdient.

    14.03.13 um 19:45 | Permalink
  8. Ben72 schrieb:

    Jetzt kommt Bewegung in die Sache:

    http://www.bankrecht24.de/index.php?id=219&tx_ttnews%5Btt_news%5D=469&tx_ttnews%5BbackPid%5D=306&cHash=ad73059f7ece016d7128d8fa40968d93

    19.03.13 um 17:09 | Permalink
  9. Ben72 schrieb:

    Gegen die üblichen Verdächtigen wird hier vorgegangen:

    http://www.bankrecht24.de/index.php?id=234

    19.03.13 um 17:15 | Permalink
  10. Anleger schrieb:

    Wie ich über die veröffentlichten Links erfahre, hätte uns Anlegern
    einiges schon vorher klar sein können, wenn man die Verbindungen der
    Vorstände erkannt hätte. Hier kann man also unterstellen, dass bewusst
    mit der Dummheit und der Angst von uns Kleinanlegern gespielt wurde.

    20.03.13 um 10:41 | Permalink
  11. Fuhrmann schrieb:

    Da werde ich wohl einmal mit den Rechtsanwälten von Bankrecht24
    telefonieren, ob sie die geschädigten Anleiheanleger nicht vertreten
    wollen. Immerhin sollte der Schaden insgesamt sehr hoch sein.

    02.04.13 um 10:48 | Permalink
  12. spekulativ schrieb:

    Hallo Fuhrmann,
    da bin ich dabei. Aus meiner Sicht sollten wir hier nicht lockerlassen
    und uns unser Geld wiederholen.

    02.04.13 um 11:06 | Permalink

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