Halbjahreszahlen von The Fantastic Company AG: Auch hier nur Lüge und Vertuschung, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu verschleiern. Das Unternehmen ist praktisch schon wieder fast ruiniert.

Oliver Krautscheid duldet bzw. fördert nicht nur als Aufsichtsratschef der Design Bau AG schwindlige Manöver sondern wendet offenbar auch bei der Schweizer The Fantastic Company AG Tricksereien an, um sein Managementversagen zu vertuschen. Der aktuelle Halbjahresbericht ist der dreiste Versuch, ein Desaster zu verschleiern.

Dieses Desaster, angerichtet durch den anscheinend überhasteten Kauf der maroden Sicara Fashion Company, findet sich aber nur zwischen den trickreich arrangierten Zahlen von Krautscheids Halbjahresbericht.

Dieser Halbjahresbericht wird auf der Fantastic-Homepage wohl nicht ganz unbeabsichtigt als „Quartalsbericht II / 2011 (EN)“ getarnt (Stand 11. September 2012). Egal, hier jedenfalls steht er zum Download bereit.

Bevor wir in den kommenden Tagen uns mit den Details zu Oliver Krautscheids kreativ hingebogenen Zahlen befassen, zitieren wir aus dem Halbjahresbericht:

„Aufgrund des ungewöhnlich verregneten Sommers bis Mitte Juli 2012 – schlechtester Sommer seit 40 Jahren in Frankreich – ist die Umsatz-und Ergebnisentwicklung vor allem in der Bretagne und Normandie hinter unseren Erwartungen zurück geblieben.“

Was soll man dazu sagen? Die Aktienversenker haben hier prophezeit, dass sich Krautscheid aufs Wetter rausreden wird, wenn das Sicara-Abenteuer in die Hose geht. Zitat vom 11. Mai 2012:

„Wenn ein Konzernführer seine geschäftliche Hoffnung auf ein einziges Investment setzt, das obendrein vom Sommerwetter abhängt, ist er offenbar ungeeignet. Oliver Krautscheid ist für die Aktionäre der Corporate Equity Partners AG (Anmerkung: heißt seit Sommer 2012 The Fantastic Company AG) eine unerträgliche Belastung.“

Zurück zum Halbjahresbericht. In Kürze werden wir hier in loser Folge die einzelnen Positionen kommentieren und zu ergründen versuchen, warum zum Beispiel…

  • … der Kundenstamm von Sicara mit absurden 800.000 Euro bewertet wird. Wie kann eine Firma, die mit Verlust Billig-Sonnenbrillen verkauft, ihren Kundenstamm so hoch bewerten? Das ist völlig unüblich.
  • … eine Kapitalerhöhnung, die rund 1.1 Mio. Euro gebracht hat, mit 90.000 Euro Kosten zu Buche schlägt. Das sind fast 8 %! Da hat wohl wieder wer hintenrum mitkassiert.
  • … eine Liegenschaft mit 2.2 Mio. Euro bewertet und trotz der höchst angespannten Lage des Konzerns nicht sofort verkauft wird. Jetzt, wo es so tolle Preise für Immobilien zu erzielen gibt. Ach so, vielleicht ist der Wert nur eine kreative Schätzung und die Immobilie viel weniger wert…? Aber das würde dann wohl die Bilanz zerreißen.

Und so weiter.

Jedenfalls sind bei der Fantastic Company AG jetzt nur noch rund 510.000 Euro übrig. Wie lange halten die noch – vor allem bei diesem Management, das sich großzügig selber bedient? Die Steigerung bei den Verwaltungsratshonoraren beträgt im Vergleich zum Vorjahr ganze 14 %!

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