Design Bau AG/ CD Deutsche Eigenheim AG: Täuscht Oliver Krautscheid Aktionäre und Analysten über den aktuellen Stand beim großen Projekt „AuenFlügel Berlin“ in Berlin-Lichtenberg?

Die beeindruckende Projekt-Illustration der Wohnsiedlung „AuenFlügel Berlin“ auf dem Umschlag des aktuellen Konzerngeschäftsberichts 2011 der Design Bau AG widerspricht krass dem amtlichen Bebauungsplan XXII-39 des Bezirksamts Berlin-Lichtenberg. Sollten Aktionäre und Analysten damit über den aktuellen Stand dieses großen Bauprojekts getäuscht werden?

Der Vergleich macht Sie sicher! Ein alter Siemens-Werbespruch gibt den Aktienversenkern  zu denken – angesichts der Umschlag-Illustration des Konzerngeschäftsberichts 2011 der Design Bau AG, der von den Vorständen Minge und Schwinger-Gaspari unterschrieben wurde.

Auf dem Bild ist deutlich das Design Bau-Projekt AuenFlügel Berlin in Berlin-Lichtenberg zu sehen. Ein spektakuläres Bauvorhaben für Wohnraum, das dem Vernehmen nach vom weltberühmten Architekturbüro Graftlab entwickelt worden ist.

Graftlab wurde durch einen gewissen Hollywood-Schick berühmt, weil Schauspieler Brad Pitt ein Freund des Hauses ist und sich intensiv mit den Spezialisten von Graftlab über die Zukunft des Wohnbaus austauschen soll, wie die Promipresse zu berichten weiß.

Nun, wie die Aktienversenker schon mal berichtet haben, gibt es eine Zusammenarbeit zwischen Graft und der Design Bau AG. Das müsste auf jeden Fall hübsche PR bringen.

Bedenklich ist nur, dass jene Illustration für die Aktionäre und Analysten im krassen Widerspruch zum amtlichen Bebauungsplan des Bezirksamts Berlin-Lichtenberg steht. Um diesen Umstand zu begreifen, haben die Aktienversenker beide Dokumente besorgt und stellen hier die offizielle Illustration der Design Bau AG dem amtlichen Bebauungsplan gegenüber.

Die Aktienversenker (selbst natürlich keine Immobilienprofis) haben einen Baurechts-Experten befragt, der folgendes bestätigt: „Diese Projektzeichnung ist auf keinen Fall im Einklang mit dem Bebauungsplan.“

Aua! Selbst im baurechtlichen Rahmen einer Dispens-Regelung sei diese Planung nicht zulässig, betont der Experte. Keine Behörde wird dieser Planung in absehbarer Zeit zustimmen. Es wird wohl zu einer enormen Zeitverzögerung kommen, falls das Projekt, wie es hier den Aktionären präsentiert worden ist, überhaupt umgesetzt werden kann.

Aber was, wenn das Ganze nur ein Luftschloss ist? Wenn Oliver Krautscheid und seine Vorstände Günter Minge und Thomas Schwinger-Gaspari den Aktionären nur ein spektakuläres Projekt vortäuschen wollten, um auf der Hauptversammlung und bei Analysten gute Stimmung für das Unternehmen und den Aktienkurs zu machen?

Nein, so dreist kann selbst Oliver Krautscheid nicht sein – hätte er doch in diesem Fall recht bald die Ermittler der Bafin am Hals.

2 Kommentar(e)

  1. Bausparer schrieb:

    Das Graft-Projekt ist definitiv nicht genehmigt und wird es wohl (wenn überhaupt) erst in rund 2 Jahren sein. Unfassbar, was bei DESIGN Bau gerade abgeht.

    31.08.12 um 16:38 | Permalink
  2. kielholen schrieb:

    Das läuft ja wie bei der Fantastic Company AG. Große Sprüche aber hinter den Kulissen ein Trümmerhaufen.

    01.09.12 um 07:28 | Permalink

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