Ist Oliver Krautscheids Konzernabschluss 2011 eine Lachnummer oder eine Frechheit? Sein Fazit: Ob 2012 für The Fantastic Company AG zum weiteren Katastrophenjahr wird, hängt ganz vom Wetter ab.

Dass der Beteiligungsmanager Oliver Krautscheid insbesondere bei The Fantastic Company AG für Erfolglosigkeit steht, hat sich unter Aktionären offenbar rumgesprochen.

Nun hat sich Oliver Krautscheid wohl mit seinem selbstverschuldeten Schicksal angefreundet. Denn im eben publizierte Konzernbericht 2011 der The Fantastic Company AG nimmt Krautscheid sein eigenes Managementversagen für das Jahr 2012 quasi vorweg – als logische Fortsetzung der verlustreichen Jahre 2009 bis 2011, in denen die Firma (hieß bis Sommer 2012 Corporate Equity Partners AG) unter seiner Führung Millionenverluste gemacht hat, ohne die geringste Geschäftstätigkeit zu entfalten.

Genau deshalb wurde The Fantastic Company AG unter Oliver Krautscheids Führung von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz schon wieder zum zweitschlimmsten Kapitalvernichter am deutschen Aktienmarkt erklärt. Die Pressemitteilung der Aktienversenker dazu befindet sich hier (klicken).

Zurück zum Konzernabschluss 2011 der The Fantastic Company AG AG.

Zwischen der üblichen Blabla-Prosa des seriell erfolglosen Managements findet sich eine verräterische Passage, die sich dem fragwürdigen Einstieg der The Fantastic Company AG beim kleinen französischen Ramschvertrieb Sicara Fashion Accessoires widmet, wo man hauptsächlich mit billigen Supermarkt-Sonnenbrillen 5 Mio. Euro Umsatz und ordentlich Verlust schreibt:

„Im Hinblick auf die Zwischenberichterstattung des Corporate Equity Partners-Konzerns muss darauf hingewiesen werden, dass das SICARA Geschäft historisch, starken saisonalen Schwankungen unterlag. So wurde der überwiegende Teil des Umsatzes der Gesellschaft in den Sommermonaten erzielt. Zudem ist das Geschäft zu einem nicht unerheblichen Grad auch abhängig von den Witterungsverhältnissen, so dass längere, verregnete Perioden zu deutlich niedrigeren Umsätzen führen als warme, sonnige Wochen bzw. Monate. Die Berichterstattung des Corporate Equity Partners-Konzerns wird durch diese Fakten künftig deutlich beeinflusst werden.“

Die Aktienversenker wussten bei der Lektüre zuerst nicht, ob sie schallend auflachen oder aus Wut die Faust ballen sollen. War hier abgrundtiefe Gedankenlosigkeit am Werk oder vorausschauende Frechheit?

Fazit: Nachdem die Aktionäre unter der freundlichen Mitwirkung von Oliver Krautscheid seit 6 Jahren rund 7 Mio. Euro verloren haben, soll sich nun – im Sommerwetter 2012 – entscheiden, ob die Gesellschaft trotz jüngster Kapitalerhöhung bald wieder sanierungsbedürftig ist.

Die Aktienversenker empfehlen den Aktionären von The Fantastic Company AG, künftig den Wetterbericht für Frankreich (klicken!) abzurufen.

3 Kommentar(e)

  1. Josef schrieb:

    adieu CEP AG

    es kommt

    The Fantastic Company AG

    hahaha

    07.05.12 um 13:35 | Permalink
  2. BigOtto schrieb:

    Tja, das Risiko muss der Supergescheite Oli Krautscheid abhedgen. Mein Vorschlag: Auch Regenschirme verkaufen, irgendwas geht immer, entweder Sonnenbrillen oder Regenschirme.

    Vielleicht kann man ja auch neue Vertriebswege erschließen über den Direktvertrieb der Lookie-Lookie Männer an den italienischen und französischen Stränden, welche ja auch oft Handtaschen in Sicara Preisklasse- und Qualität anbieten?

    Fände die Idee gut, die Jungs können richtig viel absetzen und Regenschirme gleichen das Geschäftsmodell ausgewogen aus.

    Krautscheid sollte mal drüber nachdenken, bevor er noch im Regen steht oder eine Sonnenbrille braucht, um sich vor seinen Geldgebern zu verstecken.

    09.05.12 um 17:50 | Permalink
  3. Tiga schrieb:

    Mal eine ganz andere Frage:

    Wenn ich das richtig verstehe, turnt Krauti in vielen Aufsichtsräten rum: EPG, Design Bau, Heliocentris…

    Warum hat er als Vorstand der CEP nicht in eine einzige der Firmen investiert, bei denen er im Aufsichtsrat sitzt? Ist doch komisch. Da sitzt Herr Krautscheid seit Jahren auf einem Sack von Geld – und investiert aber nicht in die Firmen in deren Aufsichtsräten er sitzt. Normalerweise kann man doch von einem Aufsichtsratsmitglied erwarten, dass er an die Firma glaubt und bereit wäre zu investieren, bzw. Geld aufzutreiben, wenn die Firma es benötigt. Komisch, dass Krautscheid so wenig Vertrauen in die Firmen hat, bei denen er im Aufsichtsrat sitzt, oder? Vielleicht hat er in den jeweiligen Aufsichtsräten aber einfach nicht genug verdient, als dass sich die Anstrengungen gelohnt hätten.

    13.05.12 um 15:23 | Permalink

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