In der Design Bau AG spricht man über eine Kapitalerhöhung. Ist das Unternehmen am Ende oder braucht Oliver Krautscheid Geld, um die Marke mit Hollywood-PR aufzuhübschen?

Wie den Aktienversenkern aus Unternehmenskreisen gesteckt wurde, planen Management und Eigentümer der Design Bau AG eine Kapitalerhöhung. Offenbar braucht man Geld. Es ist zu vermuten, dass Großaktionär Thorsten Wagner dadurch seine Macht im Unternehmen ausweiten will.

Wie gut oder schlecht die Geschäfte bei der Design Bau AG laufen, ist schwer abzuschätzen. Seit dem Einstieg von Großaktionär Thorsten Wagner und seitdem sein Vertrauter, der Beteiligungs-Manager Oliver Krautscheid, Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, gibt es praktisch keine Unternehmenskommunikation mehr.

Früher wurden jedes Quartal die Verkaufszahlen veröffentlicht und es gab Pressemitteilungen. Jetzt funktioniert nicht mal mehr die elektronische Kontaktaufnahme mit dem Sprecher des Unternehmens.

Management und Aufsichtsrat scheinen lieber im Verborgenen ihre Pläne zu schmieden. Der Umzug des Unternehmens von Kiel nach Berlin ins Ullsteinhaus ist beschlossene Sache.

Die Umbenennung der Marke von „Design Bau AG“ in „Deutsche Eigenheim AG“ soll ebenso in Vorbereitung sein. Es heißt, die Bezeichnung „Design Bau“ wirke abschreckend für die kleinbürgerlichen Käufer, die sich angesprochen fühlen sollen.

Da wirkt ein weiterer Plan umso merkwürdiger: Die Beauftragung der Architektengruppe GRAFT soll Hollywood-PR und frischen Wind in die Marke bringen. Denn GRAFT haben das populäre Hotel Q in Berlin geplant, wo viele Prominente absteigen. Und GRAFT haben mit Brad Pitt gearbeitet, der sich sehr für moderne Architektur interessiert.

Dafür will Thorsten Wagner, seit Ende 2011 Großaktionär bei der Design Bau AG, angeblich tief in die Tasche greifen. Es ist zu vermuten, dass Wagner (ähnlich wie bei der maroden Corporate Equity Partners AG) einen Großteil der neuen Aktien der Design Bau AG einsammeln wird. Und dass der weitgehend erfolglose Beteiligungsmanager Oliver Krautscheid Wagners Willen vollstrecken soll.

Ob ihm das gelingt, steht in den Sternen. Bei der Corporate Equity Partners AG jedenfalls hat Krautscheid innerhalb von 3 Jahren praktisch nichts zustande gebracht und gereicht dem deutschen Aktienmarkt zum Spott, wie hier (klicken!) nachzulesen ist.

1 Kommentar(e)

  1. kemponski schrieb:

    Die Idee, mit den Hotel Q Jungs zu arbeiten, finde ich super. Die können denen ja die Baupläne abkaufen und in jeder Großstadt ein Q-Hotel bauen. Das unterbeschäftigte CEP Management könnte sich dann auch im Hotel nützlich machen, z.B. als Kofferträger oder Betreiber einer Boutique, in der auch die Sonnenbrillen von Sicara verkauft werden. Finde den Graft/Hotel Q Ansatz jedenfalls genial.

    07.05.12 um 11:56 | Permalink

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