DESIGN BAU AG / DEUTSCHE EIGENHEIM AG: Ist der kleine Immobilienkonzern Oliver Krautscheids nächstes Millionengrab nach der FANTASTIC COMPANY AG?

Die Aktienversenker versuchen weiterhin das krasse Managementversagen bei THE FANTASTIC COMPANY AG unter Oliver Krautscheid zu verstehen.

Es bleibt ihnen jedoch schleierhaft, wie ein Unternehmen unter zwei Chefs hintereinander innerhalb von 6 Jahren insgesamt über 6 Mio. Euro ausgeben kann, ohne dabei den geringsten Erfolg zu erzielen.

Ganz nebenbei: Wahrscheinlich liegt die Summe des ergebnislos verbrauchten Geldes noch viel höher. Die Aktienversenker entnahmen neulich der alten Gesprächsnotiz eines informellen Treffens mit Markus Gildner (Verwaltungsrat), dass der Betrag bei rund 7 Mio. Euro liegen könnte. Der Barmittel-Bestand des Unternehmens hat Mitte 2006 laut Gildner nämlich 7,5 Mio. Euro betragen.

Aber egal, eigentlich geht es heute um etwas ganz anderes – der Ursachenforschung.

Noch einmal: Wie kam es zum Managementversagen vor allem in den vergangenen Jahren, in denen Oliver Krautscheid Präsident des Verwaltungsrats gewesen ist?

Die Aktienversenker haben zum besseren Verständnis dieser Frage ihren Blick auf ein anderes Unternehmen geworfen: Die Firma DESIGN BAU AG aus Kiel, die in CD DEUTSCHE EIGENHEIM AG umbenannt werden soll. Das ist ein kleiner Immobilienkonzern, dessen Geschäftszweck auf der eigenen Homepage gut erklärt wird.

Ende September 2011 wurde Oliver Krautscheid dort zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt. Keine Pressemitteilung, kein offizielles Wort erklärt den Hintergrund dieser Personalie.

Das hat die Aktienversenker natürlich neugierig gemacht.

Die Aktienversenker haben früher einmal als investigative Journalisten gearbeitet. Das ist lange her. Aber die Übung aus jener Zeit hilft ihnen manchmal,  Informationen zugesteckt zu bekommen, die man sonst nicht erhält, weil sie geheim bleiben sollen.

Um es kurz zu machen: Es ergab sich nach einigem Herumhorchen, dass es bei der DESIGN BAU AG im vergangenen Jahr offensichtlich eine Übernahme mittels massivem Aktien-Einkauf gab. Und zwar – wie es heißt – gegen den Willen der Unternehmensgründer Werner und Joachim Mattner, die letztendlich dazu gezwungen waren, ihre Mehrheit am Konzern abzugeben und das Unternehmen zu verlassen. So lautet die Information.

Die interessanteste Frage dabei ist: Wer ist der neue Mehrheitsaktionär?

Nun, als die Aktienversenker von einem Firmen-Insider gesteckt bekamen, wer das sein soll, haben sie sich ehrlich gesagt nicht sehr gewundert: Hinter der Übernahme steht laut jenem Insider ein gewisser Thorsten Wagner.

Jener Thorsten Wagner, der sich vor über 6 Jahren auf genau dieselbe Weise die Herrschaft über FANTASTIC erkauft hat und die Firmengründer abservieren ließ, wie man hier in der Neuen Zürcher Zeitung und hier in der Schweizer Handelszeitung chronologisch nachlesen kann.

Nun also die DESIGN BAU AG. Die Aktienversenker – ganz seriös – haben selbstverständlich an den Sprecher des Unternehmens eine offizielle Anfrage gestellt, ob es stimme, dass Thorsten Wagner bzw. ein von ihm kontrolliertes Unternehmen der neue Hauptaktionär der DESIGN BAU AG sei. Ergebnis: Seit über 2 Wochen keine Antwort.

Das betrachten die Aktienversenker auch als eine Art Antwort und gehen nun davon aus, dass Thorsten Wagner, ein geschickter Derivate-Händler in Frankfurt, Herr im Hause der DESIGN BAU AG ist und seinen Vertrauten Oliver Krautscheid als Aufseher im Aufsichtsrat des Unternehmens installiert hat.

Warum aber diese Geheimnistuerei? Warum steht das Unternehmen nicht zu seinem neuen Eigentümer? Darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht, weil Thorsten Wagner sein Übernahme-Konzept geheim halten will.

Ein Konzept, das allem Anschein nach so funktioniert:

  1. Identifizierung von schwächelnden Unternehmen mit wirtschaftlichem Potenzial, das offenbar nicht genutzt wird. Sei es aus Streitereien unter den Eigentümern, Kapitalmangel oder Inkompetenz.
  2. Sukzessiver Einstieg über Firmen wie zum Beispiel die Global Derivative GmbH oder die Alpha Investments GmbH, die Aktien der Zielfirma kaufen.
  3. Ausbau einer qualifizierten Aktienmehrheit und Druck auf die Alteigentümer bzw. Gründer, die Macht abzugeben bzw. das Unternehmen zu verlassen. Installation eines genehmen Managements bzw. willfährigen Aufsichtsrats.

Und dann?

Tja, hier müsste dann eigentlich so etwas wie eine Erfolgsstory stehen. Der Turnaround, die Sanierung oder so.

Am Beispiel von FANTASTIC kann nach 6 Jahren des Elends keine Rede davon sein.

Und bei der DESIGN BAU AG ist auch kein Aufschwung zu erkennen. Vielmehr scheint das Unternehmen in der Agonie festzustecken.

Der Aktienkurs der DESIGN BAU AG verfällt, ein Großprojekt (die Ankündigung kann man hier nachlesen) wurde angeblich abgesagt und der jüngste Geschäftsbericht enthält auch nur die übliche Happy-Prosa mit vollmundigen Ankündigungen und Erklärungen, warum es nicht so läuft, wie es eigentlich laufen könnte.

Und von der Abteilung für Unternehmenskommunikation wird nichts verlautbart, was nach einem neuen strategischen Ansatz aussieht.

Das kennt man schon aus den Geschäftsberichten von FANTASTIC.

Vielleicht ist es nach 5 Monaten Oliver Krautscheid noch zu früh, zweifelnde Fragen zu stellen.

Dennoch fragen sich die Aktienversenker, ob Thorsten Wagner bei der Auswahl seiner Vertrauten viel weniger Geschick hat, als in seinem Kerngeschäft, dem riskanten Handel mit Derivaten.

Denn hier agiert Thorsten Wagner offenbar etwas erfolgreicher, sodass er dort mit dreistelligen Millionenbeträgen hantiert, wie man dem Geschäftsbericht der Global Derivative Trading GmbH des Jahres 2009 entnehmen kann.

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