Mahlzeit, liebe Generalversammlung der Corporate Equity Partners AG. Das ganze Geld ist weg, aber das Management sitzt immer noch da. Warum? Ist doch klar: Es gibt neues Geld!

In einer eiligst einberufenen außerordentlichen Generalversammlung, zu der Oliver Krautscheid kürzlich eingeladen hat, sollen allem Anschein nach Beschlüsse gefasst werden, welche den Bankrott der Corporate Equity Partners AG abwenden können.

Es sind geplant: Kapitalherabsetzung und Wiedererhöhung des Aktienkapitals um mindestens rund 1.2 Mio Schweizer Franken.

Die Aktienversenker haben sich dieses Manöver von einem kundigen Börsenkenner erklären lassen, der in einer bekannten Züricher Anwaltskanzlei arbeitet. Sein Fazit:

  • „Dass seit 2003 schon drei Kapitalherabsetzungen durchgeführt werden mussten, wirft ein eher unseriöses Bild auf die Corporate Equity Partners AG. Eine Kapitalherabsetzung stellt nur eine von mehreren Möglichkeit dar, ein Unternehmen zu sanieren. Warum wurde hier immer wieder der einfachste Weg der Kapitalherabsetzung vom Management gewählt? Sind die Manager gar nicht am Weiterbestehen der CEP AG interessiert? Die Strategie „des geringsten Widerstandes“ erwies sich in der Vergangenheit nicht als nachhaltig, ansonsten wäre nicht schon die vierte „Frisierung der Bilanz“ traktandiert. Gemäß Traktandenliste wird nach dieser Kapitalherabsetzung das Aktienkapital wieder um mindestens 1.1 Millionen Franken erhöht, d.h. es werden neue Aktien zum Kauf angeboten. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wer in ein solches Unternehmen Geld investieren möchte, welches schon vier Mal eine Kapitalherabsetzung durchgeführt hatte.“

Die Aktienversenker verfolgen das fragwürdige Treiben im Management der Corporate Equity Partners AG als Aktionäre seit 2006 und als Publizisten seit 2010 und haben eine gewisse Ahnung, warum sich die Verwaltungsrats-Herren Oliver Krautscheid, Markus Gildner und Rechtsanwalt Roger Meier-Rossi heute ab 13:30 Uhr im Hilton Airport nahe bei Zürich einfinden.

Es ist zu vermuten dass Großaktionär Thorsten Wagner (vermutlich über seine Global Derivative GmbH) einen Batzen Geld einzahlt, um das Unternehmen am Leben zu halten.

Warum hat er noch immer nicht die Schnauze voll, nachdem unfähige Manager (allen voran: Oliver Krautscheid) 6 Jahre lang keinen wahrnehmbaren Erfolg erzielen und dabei wohl über 7.5 Mio. Euro ausgegeben haben – die zu einem großen Anteil in die privaten Taschen des Managements geflossen sind?

Eine kühne Annahme: Vielleicht ist es Oliver Krautscheid nun doch noch gelungen, eine Firma zu identifizieren, welche sich mit der Corporate Equity Partners AG und ihrem Management einlässt und sich den toten Börsenmantel anzieht.

Das wäre zumindest mal der Ansatz eines Erfolgs, auf den alle Aktionäre seit Jahren warten.

Die Freude über so einen Coup dürfte sich allerdings in Grenzen halten. Denn wer als Aktionär bei den Kapitalmaßnahmen mitziehen will, muss wieder Geld in die Hand nehmen und einem Management anvertrauen, dass  nicht zuletzt auch durch seine fragwürdigen Managementmethoden von sich reden macht.

Warum Thorsten Wagner (wahrscheinlich) diesen Schritt macht, liegt wohl im Innersten seiner Persönlichkeit verborgen.

Mit Wagners beeindruckenden Geschäften an der Börse in Frankfurt, seinem Interesse an Firmen wie zum Beispiel der Design Bau AG, der Biofrontera AG, der InTiCa Systems AG und weiteren Unternehmen werden sich die Aktienversenker in den kommenden Tagen beschäftigen und dabei ergründen, warum Wagners Firmen Global Derivative GmbH und Alpha Investments GmbH so viele Beteiligungen erwerben.

1 Kommentar(e)

  1. Josef schrieb:

    Wer wird denn der Glückliche sein, dessen Geschäft in die CEP eingebracht wird?

    29.02.12 um 10:33 | Permalink

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